Film

Vampir

Veröffentlichungsjahr: 2021 | Genres: Drama, Horror, Thriller, Mystery, Independent-Film, Vampirfilm, Psychologischer Horror, Folklore, Arthouse, Gothic Horror
Originaltitel: Vampir
Schauspieler: Branko Tomović, Gorica Regodic, Joakim Tasic, Eva Ras, Judith Georgi, Nemanja Bajic, Dusan Jovic, Zorica Krunic, Sladjana Radivojevic, Milos Milosevic, Ivana Veljovic, Milojica Sekularac, Teodora Biljana Eric, Jean-Louis Alexandre, Marko Popadic, Radoslav Djordjevic, Nevena Antonijevic, Ivana Jakovljevic, Marija Jakovljevic, Nikolina Jakovljevic, Ivan Simonovic, Olgica Tomovic, Dragan Tomovic, Milos Vuckovic, Sladjan Antonijevic, Biljana Cosic, Milorad Markovic, Dragan Radosavljevic, Rafajlo Arsic, Marija Bazic, Boban Obradovic, Aleksandra Raicevic, Nevena Saulic, Snezana Miloradovic, Marija Simic, Marina Zivkovic, Darko Smiljkovic, Aleksandar Djordjevic, Bojan Zivkovic, Sanna Englund, Laura Hyppönen, Nina Novich, Amy Paliwoda, Katharina Sellner, Dina Vickermann, Marijana Veljovic, Jadran Malkovich, Arben Ljikovic, Marco Fischer, Jacek Partridge, Nebojsa Prodic

Der europäische Arthouse-Horrorfilm Vampir aus dem Jahr 2021 entstand als britisch-serbisch-deutsche Koproduktion unter der Regie und nach einem Drehbuch von Branko Tomović. Seine Premiere feierte der 95-minütige Film am 13. Oktober 2021 beim Sitges Film Festival. Die Produktion übernahmen Jean Louis-Alexandre, Branko Tomović, Miloš Z. Vučković und Dina Vickermann. An der Umsetzung waren die Produktionsfirmen Red Marked Film, Dinaric Alps Productions und Vickermann Films beteiligt. Die Kameraarbeit verantwortete Heath McWater, für den Schnitt zeichnete Abolfazl Talooni verantwortlich, während Mark Ashworth die Filmmusik komponierte. Der Film ist auf Englisch und Serbisch gedreht.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Arnaut (Branko Tomović), der in London Zeuge eines Verbrechens wird und anschließend einen Ort sucht, an dem er sich vorübergehend verstecken kann. Eine Gelegenheit dazu bietet sich ihm, als die ebenso charmante wie rücksichtslose Vesna (Gorica Regodić) ihm eine Arbeit in einem abgelegenen Dorf im ländlichen Zentralserbien vermittelt. Dort soll er sich um einen Friedhof kümmern. Was zunächst wie eine Möglichkeit erscheint, Abstand zu den Ereignissen in London zu gewinnen, entwickelt sich jedoch zunehmend zu einem Albtraum. Arnaut wird von verstörenden Visionen heimgesucht und begegnet immer wieder der geheimnisvollen älteren Frau Baba Draga (Eva Ras), die ihn tiefer in die Dunkelheit zu führen scheint. Während die Dorfbewohner:innen zunehmend unheimliche Absichten erkennen lassen, ist es offenbar nur der örtliche Priester Father Radosav (Joakim Tasić), der versucht, Arnaut vor den finsteren Machenschaften der Gemeinschaft zu schützen.

Die Besetzung wird von Branko Tomović als Arnaut, Gorica Regodić als Vesna, Joakim Tasić als Father Radosav und Eva Ras als Baba Draga angeführt. Weitere Rollen übernehmen Judith Georgi als Biljana, Nemanja Bajić als Zoran, Zorica Krunić als Dragana und Dušan Jović als Taxifahrer.

Ursprünglich sollte die Produktion im Juni 2020 beginnen, musste jedoch aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie verschoben werden. Die Dreharbeiten fanden schließlich im September desselben Jahres statt. Gedreht wurde in der serbischen Gemeinde Trstenik. Für Branko Tomović war es das erste Mal, dass er einen Film in Serbien inszenierte. Auch für die jugoslawische und serbische Schauspielerin Eva Ras stellte Vampir eine Besonderheit dar, da sie mit diesem Film erstmals im Horrorgenre mitwirkte.


Inhaltlich greift Tomović auf die historischen Ursprünge des Vampirmythos zurück. Wie der Regisseur in seiner Stellungnahme erläuterte, ließ er sich von realen Vampirfällen inspirieren, die sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Serbien ereignet hatten. Obwohl die Handlung in der Gegenwart angesiedelt ist, bilden überlieferte Mythen, Aberglaube und folkloristische Elemente die Grundlage des Films. Tomović wollte damit eine geheimnisvollere, weniger vertraute Seite Serbiens sichtbar machen und die Atmosphäre jener Traditionen einfangen, aus denen die europäischen Vampirlegenden hervorgegangen sind.

Über die Auseinandersetzung mit dem Übernatürlichen hinaus besitzt Vampir auch eine allegorische Ebene. Der Film lässt sich als Geschichte eines im Ausland aufgewachsenen Einwandererkindes lesen, das in das Herkunftsland seiner Vorfahren zurückkehrt und dort mit den örtlichen Gebräuchen, Traditionen und Lebensweisen konfrontiert wird. Was ihm zunächst fremd erscheint und nur schwer anzunehmen ist, wird zu einer Auseinandersetzung mit den eigenen Wurzeln und der kulturellen Herkunft. Auf diese Weise verbindet Tomović den klassischen Vampirmythos mit Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und dem Spannungsverhältnis zwischen vertrauter Lebenswelt und fremder Tradition.

Pressematerial © Reel Suspects |Red Marked Films
Trailer © Horror Brains
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Branko Tomović
Drehbuch: Branko Tomović
Produzent: Jean-Louis Alexandre, Branko Tomović, Dina Vickermann, Milos Vuckovic, Judith Georgi
Musik: Mark Ashworth
Kamera: Heath McWaters
Schnitt: Abolfazl Talooni

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