Film

Jumanji

Veröffentlichungsjahr: 1995 | Genres: Abenteuer, Fantasy, Komödie, Familienfilm
Originaltitel: Jumanji
Schauspieler: Robin Williams, Kirsten Dunst, Bradley Pierce, Bonnie Hunt, Bebe Neuwirth, David Alan Grier, Jonathan Hyde, Patricia Clarkson, Adam Hann-Byrd, Laura Bell Bundy

„Jumanji“ ist ein US-amerikanischer Fantasy-Abenteuerfilm aus dem Jahr 1995 von Regisseur Joe Johnston und basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Chris Van Allsburg. Im Mittelpunkt steht ein geheimnisvolles Brettspiel, dessen Ereignisse in der realen Welt Wirklichkeit werden. Mit Robin Williams in der Hauptrolle sowie einer für ihre Zeit aufwendigen Mischung aus praktischen und digitalen Effekten entwickelte sich der Film zu einem großen Publikumserfolg und einem der bekanntesten Familien-Abenteuerfilme der 1990er-Jahre.


Im Jahr 1969 entdeckt der junge Alan Parrish (Adam Hann-Byrd) ein geheimnisvolles Brettspiel namens Jumanji. Gemeinsam mit seiner Freundin Sarah Whittle (Laura Bell Bundy) beginnt er zu spielen, ohne zu ahnen, dass jede gewürfelte Runde unmittelbare Auswirkungen auf die reale Welt hat. Bereits nach wenigen Zügen wird Alan auf unerklärliche Weise in das Spiel hineingezogen, während die verängstigte Sarah zurückbleibt.


26 Jahre später ziehen die Geschwister Judy Shepherd (Kirsten Dunst) und Peter Shepherd (Bradley Pierce) gemeinsam mit ihrer Tante Nora Shepherd (Bebe Neuwirth) in das mittlerweile verlassene Haus der Familie Parrish. Dort entdecken sie Jumanji und setzen das vor Jahrzehnten begonnene Spiel unwissentlich fort. Einer ihrer Würfe befreit schließlich den inzwischen erwachsenen Alan Parrish (Robin Williams) aus der geheimnisvollen Dschungelwelt, in der er all die Jahre gefangen war.


Doch damit beginnt das eigentliche Abenteuer erst. Denn mit jedem weiteren Würfelwurf dringen neue Gefahren aus Jumanji in die reale Welt ein. Um das Chaos wieder rückgängig machen zu können, müssen Alan, Judy und Peter außerdem die erwachsene Sarah Whittle (Bonnie Hunt) finden und gemeinsam das Spiel beenden. Während wilde Tiere, Naturgewalten und der unerbittliche Großwildjäger Van Pelt (Jonathan Hyde) ihre Heimatstadt zunehmend ins Chaos stürzen, gibt es für die vier nur einen Ausweg: Sie müssen Jumanji bis zum Ende spielen.


„Jumanji“ basiert auf dem 1981 veröffentlichten und mit der Caldecott Medal ausgezeichneten Kinderbuch von Chris Van Allsburg. Während die Vorlage eine vergleichsweise kurze Geschichte über zwei Kinder erzählt, die durch ein Brettspiel einen Dschungel in ihr Zuhause holen, wurde die Grundidee für den Film erheblich erweitert. Vor allem die Figur Alan Parrish und dessen jahrzehntelanges Verschwinden im Spiel wurden für die Verfilmung entwickelt und gaben der Geschichte eine zusätzliche emotionale Ebene. Regie führte Joe Johnston, der zuvor unter anderem „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ inszeniert hatte und Erfahrung mit aufwendigem Effektkino und familienfreundlichen Abenteuergeschichten mitbrachte. Mit einem Budget von rund 50 Millionen US-Dollar gehörte „Jumanji“ zu den aufwendigeren Familienfilmen seiner Zeit. Besonders die zahlreichen Tiere und Dschungelgefahren stellten hohe Anforderungen an die Spezialeffekte und wurden durch eine Kombination aus Animatronics, Miniaturen und damals moderner Computeranimation umgesetzt. Robin Williams übernahm als erwachsener Alan die zentrale Rolle und verband seinen bekannten Humor mit den ernsteren Seiten eines Mannes, der einen großen Teil seines Lebens verloren hat. Eine interessante Doppelbesetzung findet sich bei Jonathan Hyde, der sowohl Alans strengen Vater Sam Parrish als auch den gefährlichen Jäger Van Pelt verkörpert. Die beiden Figuren bilden damit unterschiedliche Verkörperungen jener Autorität und Angst, mit denen Alan konfrontiert wird. Kirsten Dunst befand sich zu diesem Zeitpunkt noch am Anfang ihrer Karriere und hatte kurz zuvor mit „Interview mit einem Vampir“ größere Bekanntheit erlangt. Die Filmmusik komponierte James Horner, der dem Abenteuer einen gleichermaßen verspielten, bedrohlichen und emotionalen Klang verlieh. „Jumanji“ spielte weltweit rund 262 Millionen US-Dollar ein und entwickelte sich langfristig zu einem der populärsten Abenteuerfilme der 1990er-Jahre. Das Konzept wurde später mit „Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum“, ebenfalls nach einer Vorlage von Chris Van Allsburg, variiert. 2017 wurde die Geschichte mit „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ schließlich innerhalb derselben Filmwelt fortgesetzt, wobei der ursprüngliche Film und insbesondere Alan Parrish ausdrücklich gewürdigt werden. 2019 folgte „Jumanji: The Next Level“.


Pressematerial © Columbia TriStar Films | Disney+
Trailer © Rotten Tomatoes
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Joe Johnston
Drehbuch: Jonathan Hensleigh, Greg Taylor, Jim Strain
Produzent: Scott Kroopf, William Teitler
Musik: James Horner
Kamera: Thomas E. Ackerman
Schnitt: Robert Dalva

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