Film

Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm

Veröffentlichungsjahr: 2004 | Genres: Abenteuer, Action, Drama, Western, Biopic, Survival-Thriller, Historienfilm, Roadmovie
Originaltitel: Hidalgo
Schauspieler: Viggo Mortensen, Zuleikha Robinson, Omar Sharif, Louise Lombard, Ana-Sofia Mastroianna, Saïd Taghmaoui, Silas Carson, Harsh Nayyar, J.K. Simmons, Adoni Maropis, Victor Talmadge, Peter Mensah, Joshua Wolf Coleman, Franky Mwangi, Floyd \'Red Crow\' Westerman, Elizabeth Berridge, C. Thomas Howell, Stevan Rimkus, Jerry Hardin, Frank Collison, Chris Owen, Marshall Manesh, Philip Sounding Sides, George Gerdes, Todd Kimsey, Ednah New Rider Weber, Adam Ozturk, John Prosky, Michael Canavan, David Midthunder, Lee Trotter, Dave Florek, Jeff Kober, Sam Sako, Te\'Amir Sweeney, Jake Miller, Mary Ellis, Clement Richards, Kimberly Guerrero, Zac Badasci, Leland Alexander, Joseph J. Dawson, Beverly Graham, Malcolm McDowell, Ithaka Darin Pappas, Jon Passow, Shawn Michael Perry, Francesca Poston, T.J.

Hidalgo – 3000 Meilen zum Ruhm ist ein Abenteuerfilm aus dem Jahr 2004, der auf den Memoiren des echten Langstreckenreiters Frank Hopkins basiert – auch wenn deren Wahrheitsgehalt bis heute umstritten bleibt. Regisseur Joe Johnston inszeniert die Geschichte mit großem Aufwand und viel Liebe zum Detail, unterstützt von der Musik von James Newton Howard, der Kameraarbeit von Shelly Johnson und dem Schnitt von Robert Dalva. Produziert wurde der Film von Casey Silver, das Budget lag bei rund 90 Millionen US‑Dollar. Gedreht wurde unter anderem am Originalschauplatz des Massakers von Wounded Knee, gemeinsam mit Nachfahren der Lakota, um die historischen Ereignisse möglichst authentisch darzustellen. Hauptdarsteller Viggo Mortensen übernahm sämtliche Reitszenen selbst – sein Stunt-Double blieb unbeschäftigt – und kaufte nach den Dreharbeiten sogar eines der Pferde, die Hidalgo verkörperten.

Die Geschichte führt ins Jahr 1890: Frank T. Hopkins (Viggo Mortensen), ein ehemaliger Kurierreiter und Angehöriger eines indigenen nordamerikanischen Volkes, ist nach dem Massaker von Wounded Knee ein gebrochener Mann. Er reist mit Buffalo Bills (J. K. Simmons) Wild-West-Show durchs Land, wo er als angeblich „bester Ausdauerreiter der Welt“ auftritt, obwohl er kaum noch nüchtern im Sattel sitzt. Sein treuer Mustang Hidalgo ist sein einziger Halt – und genau dieser Ruf des außergewöhnlichen Pferdes bringt Frank in eine völlig neue Welt. Der arabische Scheich Riyadh (Omar Sharif) lädt ihn zum legendären 3000-Meilen-Rennen durch die Wüste ein, einem brutalen Wettkampf, der nur den stärksten Pferden und Reitern vorbehalten ist. Der Abgesandte des Scheichs, Aziz (Adam Alexi-Malle), beleidigt Hidalgo als „unreines Tier“, was Frank schließlich dazu bringt, die Herausforderung anzunehmen.

Auf der Reise nach Arabien trifft Frank die elegante Lady Anne Davenport (Louise Lombard), die ebenfalls am Rennen teilnimmt und ihre eigenen ehrgeizigen Pläne verfolgt. In der Wüste erwarten Frank nicht nur extreme Bedingungen, sondern auch Intrigen, Rivalitäten und kulturelle Konflikte. Der stolze Prinz Bin Al Reeh (Saïd Taghmaoui), Reiter des edlen Hengstes Al Hattal, sieht in Hidalgo eine Beleidigung für die arabische Pferdezucht und versucht Frank mit allen Mitteln auszuschalten. Gleichzeitig begegnet Frank der selbstbewussten Jazira (Zuleikha Robinson), der Tochter des Scheichs, die sich gegen ihr vorbestimmtes Schicksal auflehnt und Frank in einem gefährlichen Geflecht aus Tradition, Ehre und Macht unterstützt. Auch Figuren wie der loyale Leibwächter Jaffa (Peter Mensah), der verbannte Bandit Katib (Silas Carson) und weitere Teilnehmende des Rennens prägen Franks Weg durch die „Bratpfanne Allahs“, wie die Kritik die Wüste nennt.

Das Rennen selbst ist erbarmungslos: Wer stürzt, dem darf nicht geholfen werden, Wasserstellen werden bewacht oder bestochen, Sandstürme und Heuschreckenschwärme bedrohen Pferd und Reitende. Frank muss sich mit einem misstrauischen Ziegenhirten arrangieren, einen Sklavenjungen schützen, sich gegen Verrat behaupten und immer wieder beweisen, dass Hidalgo mehr ist als ein „unreiner Mustang“. Die Reise wird für beide zu einer Prüfung, die weit über körperliche Ausdauer hinausgeht – sie zwingt Frank, sich seiner Vergangenheit zu stellen, seinen Werten treu zu bleiben und zu entscheiden, was ihm wirklich wichtig ist.

Die Kritik beschrieb den Film als bildgewaltiges Abenteuer voller Tempo, Spannung und Wüstenromantik. Die „Oberösterreich-Nachrichten“ lobten die Mischung aus Intrigen, Gefahren, Humor und emotionalen Momenten, während „Gong“ den Film als atmosphärisches Wildwest-Wüstenabenteuer bezeichnete. Die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh dem Werk das Prädikat „wertvoll“.

Pressematerial © Touchstone Pictures | The Walt Disney Company
Trailer © Moviedinho
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Joe Johnston
Drehbuch: John Fusco
Produzent: Casey Silver, Don Zepfel, Patricia Carr, Chris Salvaterra, Brigham Taylor
Musik: James Newton Howard
Kamera: Shelly Johnson
Schnitt: Robert Dalva

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