Film

Cowboy Bebop

Veröffentlichungsjahr: 1998 | Genres: Action, Drama, Komödie, Krimi, Science-Fiction, Thriller, Survival-Thriller, Gangsterfilm, Roadmovie, Mystery, Psychodrama, Anime, Buddy-Movie , Martial-Arts-Film, Utopie, Dystopie, Neo Noir, Space Western, Cyberpunk, True Crime, Serie, Tragödie, Heroic Bloodshed, Gun-Fu, Arthouse, Experimentalfilm, Dark Fantasy, Seinen
Originaltitel: Cowboy Bebop
Schauspieler: Kôichi Yamadera, Unshô Ishizuka, Megumi Hayashibara, Kevin Seymour, Isshin Chiba, Aoi Tada, Hiroshi Naka, Tsutomu Tareki, Miki Nagasawa, Toshihiko Nakajima, Jin Hirao, Skip Stellrecht, Kazuhiro Nakata, Shinpachi Tsuji, Norio Wakamoto, Lia Sargent, Steve Kramer, Takehiro Koyama, Kiyomitsu Mizuuchi, Peter Spellos, Bob Buchholz, Naoki Makishima, Takehiro Murozono, Ai Uchikawa, Matthew Mercer, Yutaka Nakano, John Snyder, Simon Prescott, Gara Takashima, Michael McConnohie, Michael Lindsay, Eddie Frierson, Stephen Poletti, Selma Boiler, Samantha McGritte, Mitsuki Saiga, Hidetoshi Nakamura, Yuzuru Fujimoto, Miyuki Ichijô, Yôko Ren, Kaoru Morota, Yû Shimaka, Daran Norris, Steve Staley, Brianne Brozey, Carol Stanzione, Takashi Taguchi, Brian George, Jamieson Price, Steve Prince, Ken\\\'yû Horiuchi, Joe Ochman, Hikaru Midorikawa, Tom Fahn, Bob Papenbrook, Christopher Carroll, Michael Deak, Dave \\\'Foots\\\' Footman, Katsuhisa Hôki, Michael McCarty, David Thomas, David Ellenstein, Dana Craig, Gavin Glennon, Brad Orchard, Nellie Wuu, Nobuyuki Hiyama, Kirk Baily, Barry Stigler, Yayoi Kuroda, Rintarô Nishi, Ryûzaburô Ôtomo, Yurika Hino, Tomie Kataoka, Mari Arita, Kazuaki Ito, Chafûrin, Ako Mayama, Keiji Fujiwara, Katsumi Chô, Aruno Tahara, Kei Hayami, Masaki Aizawa, Shinji Ogawa, Mari Maruta, Wasabi Mizuta, Ryûsei Nakao, Yumi Fukamizu, Maaya Sakamoto, Dia Suharuto, Kirk Thornton uvm.

Cowboy Bebop ist eine 26‑teilige japanische Anime-Serie aus dem Jahr 1998, die international große Popularität erlangte und die Abenteuer einer Gruppe von Kopfgeldjäger:innen erzählt, die im Jahr 2071 mit dem Raumschiff Bebop durch das Sonnensystem reisen. Die Serie, deren Originaltitel カウボーイビバップ lautet, wurde von Sunrise produziert, während Shin’ichirō Watanabe Regie führte und Keiko Nobumoto die Drehbücher schrieb.

Das Charakterdesign stammt von Toshihiro Kawamoto, das Mechanical Design von Kimitoshi Yamane, die künstlerische Leitung von Junichi Higashi und die Musik von Yōko Kanno und ihrer Band The Seatbelts, deren Soundtrack aus Jazz, Soul, Blues, Hip Hop, Rock-Pop, Western und Folk besteht. Die Serie wurde am 3. April 1998 erstmals auf TV Tokyo ausgestrahlt und später vollständig beim Sender WOWOW gezeigt, während die deutschsprachige Premiere am 8. Januar 2003 auf MTV stattfand.

Die Handlung beginnt mit der Konstruktion von Hyperraumringen im Jahr 2021, deren Defekt zu einer Explosion führt, die ein großes Stück des Mondes wegsprengt und die Erde unbewohnbar macht, sodass die Menschen auf andere Planeten wie Venus, Mars, Ganymed, Europa oder rauere Monde wie Kallisto, Io und Titan ausweichen. Die fiktive Währung heißt Woolong und entspricht ungefähr dem Wert des japanischen Yen. Die Bebop wird zunächst von Spike Spiegel und Jet Black bewohnt, später schließen sich Faye Valentine, Ed und der hochintelligente DataDog Ein an. Die Serie zeigt sowohl die Kopfgeldjagden als auch die persönlichen Schicksale der Figuren, deren Vergangenheit und Ambitionen sich nach und nach offenbaren.


Die Charaktere


Spike Spiegel, geboren 2044 auf dem Mars, bewegt sich als 27‑jähriger ehemaliger Mafioso des Red Dragon Syndicate durch die Welt mit der lässigen Eleganz eines Mannes, der seine Schuss- und Nahkampfkünste – vor allem Jeet Kune Do – im Schatten eines kriminellen Imperiums perfektioniert hat. Sein vorgetäuschter Tod markierte den Bruch mit dem Syndikat und mit Julia, der Frau, die er später verzweifelt wiederzufinden versucht. Hinter seiner resignierten Haltung, dem bionischen Auge und der stets griffbereiten Jericho 941 verbirgt sich ein Mensch, der zwischen Vergangenheit und Zukunft feststeckt. An seiner Seite steht Jet Black, 2035 auf Ganymed geboren, ein 36‑jähriger ehemaliger ISSP‑Polizist, der nach einem korrupten Einsatz seinen linken Arm verlor und ihn durch eine kybernetische Prothese ersetzen ließ. Jet verließ die Polizei, widmete sich Jazz, Bonsai-Bäumen und dem Kochen für die Crew und trägt seine Walther P99 mit der Ruhe eines Mannes, der schon zu viel gesehen hat.

Faye Valentine, 1994 geboren, wirkt mit ihren 23 Jahren oft kaltherzig, spielsüchtig und lasterhaft, doch ihre Vergangenheit erzählt eine andere Geschichte: Nach einem Shuttleunfall wurde sie 54 Jahre lang kryogenisch eingefroren und erwachte ohne Erinnerung in einer Zukunft, die ihr sofort über 300 Millionen Woolong Schulden aufbürdete. Ihr Sexappeal ist für sie Werkzeug und Schutz zugleich, ihre Glock 30 ständiger Begleiter, und hinter all dem steckt ein verletzliches Mädchen, das nach Harmonie und einem Platz in dieser neuen Welt sucht. Ed, eigentlich Francoise Appledelhi, ist ein etwa 13‑jähriges, exzentrisches Genie, das auf der Erde geboren wurde, von ihrem flatterhaften Vater vergessen und im Waisenhaus aufwuchs. Mit ihrem Computer Tomato, ihrem sonnigen Wesen und der Fähigkeit, als Einzige den Hund Ein wirklich zu verstehen, findet sie auf der Bebop eine Art Familie: Jet wird zur Vaterfigur, Faye – sehr zu deren Ärger – zur großen Schwester.

Ein selbst, ein Welsh Corgi und ehemaliger Laborhund, ist ein DataDog von außergewöhnlichem Wert und ebenso außergewöhnlicher Intelligenz. Er telefoniert, surft im Internet und löst Aufgaben, die weit über das hinausgehen, was ein normaler Hund könnte – doch die Crew bemerkt seine Fähigkeiten kaum. Im Gegensatz dazu steht Vicious, Spikes früherer Partner im Syndikat, ein skrupelloser und ehrgeiziger Mann, der sein Katana mit tödlicher Präzision führt. Die Rivalität zwischen ihm und Spike, genährt durch ihre gemeinsame Liebe zu Julia, zieht sich wie ein dunkler Faden durch die gesamte Serie und kulminiert im finalen Kampf. Julia selbst, die geheimnisvolle Frau mit blondem Haar und rotem Regenschirm, ist der emotionale Mittelpunkt von Spikes Vergangenheit. Vincent Volaju, 2040 auf dem Mars geboren, ist ein ehemaliger Soldat, der durch Nanomaschinen infiziert wurde, sein Gedächtnis verlor und in seiner Einsamkeit zu einem Terroristen wurde. Seine Anschläge auf dem Mars und die Konfrontation mit der Bebop‑Crew bilden den Kern der Ereignisse im Kinofilm Cowboy Bebop – Der Film.


Einflüsse & Adaptionen


Die Serie ist stark von westlichen und chinesischen Einflüssen geprägt und mischt Elemente aus Western, Kung‑Fu‑Filmen, Blaxploitation, Science-Fiction und amerikanischen Krimiserien. Viele Episodentitel sind nach bekannten Songs benannt, darunter Honky Tonk Woman, Sympathy for the Devil, Bohemian Rhapsody, My Funny Valentine, Ballad of Fallen Angels, Heavy Metal Queen, Jupiter Jazz und Mushroom Samba. Der Name des Schiffs Bebop stammt von der Jazzrichtung Bebop. Die deutsche Synchronisation entstand bei Arena Synchron in Berlin, während der Film später in München neu besetzt wurde. Die Serie wurde international vielfach ausgestrahlt, unter anderem in Italien, Frankreich, Spanien, Kanada, Australien und den USA, wo sie Teil des Adult‑Swim‑Programms wurde. Zahlreiche DVD‑ und Blu‑ray‑Versionen erschienen in Japan, Deutschland, Frankreich und den USA, und später wurde die Serie auch auf Streaming-Plattformen wie Hulu, Funimation, Crunchyroll und Netflix veröffentlicht.

Zu den Adaptionen gehören der Kinofilm Cowboy Bebop: Tengoku no Tobira von 2001, der zwischen den Episoden 22 und 23 spielt, sowie das Special Session XX – Collection Blues. Es existieren zwei Manga-Adaptionen: Cowboy Bebop Shooting Star von Cain Kuga (1997) und eine zweite Reihe von Dai Saitō und Yutaka Nanten (1998–2000), die stärker auf Comedy setzt und in mehreren Sprachen erschien, darunter Deutsch. Zudem wurden zwei Videospiele veröffentlicht: ein Shooter für die PlayStation (1998) und ein Beat ’em up für die PlayStation 2 (2005). Eine geplante Realverfilmung mit Keanu Reeves kam nie zustande, stattdessen produzierte Netflix 2021 eine zehnteilige Live‑Action‑Serie mit John Cho als Spike, die jedoch nach einer Staffel abgesetzt wurde.

Cowboy Bebop erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Preis des Kobe Animation Festival und den Uchusen SF Award. Kritiker lobten die Serie für ihre Mischung aus Genres, die glaubwürdige Welt, die starken Charaktere, die hochwertige Animation und den außergewöhnlichen Soundtrack von Yōko Kanno. Die Serie gilt als Klassiker, der Coolness neu definiert und bis heute als eines der einflussreichsten Werke der 1990er Jahre angesehen wird.

Pressematerial © MTV | Animaze Germany 
Trailer ©IGN Movie Trailers
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Shin\'ichirō Watanabe, Yoshiyuki Takei, Ikurô Satô, Kunihiro Mori, Hirokazu Yamada, Tetsuya Watanabe
Drehbuch: Keiko Nobumoto, Shin\'ichirō Watanabe, Michiko Yokote, Akihiko Inari, Sadayuki Murai, Dai Satô, Shôji Kawamori, Aya Yoshinaga, Ryôta Yamaguchi
Produzent: Kazuhiko Ikeguchi, Haruyo Kanesaku, Yutaka Maseba, Masahiko Minami, Jerry Chu, Tsunetoshi Koike, Osamu Maseba, Charles McCarter, Ryô Miyagi, Ryô Miyaki, Richard Kekahuna, Miyuki Ogino
Musik: Yôko Kanno
Kamera: Yôichi Ôgami
Schnitt: Tomoaki Tsurubuchi

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