Zombie
Veröffentlichungsjahr: 1978 | Genres: Horror, Thriller, Zombiefilm
Originaltitel: Dawn of the Dead
Schauspieler: David Emge, Ken Foree, Scott H. Reiniger, Gaylen Ross, David Crawford, Judith O\\\'Dea, Tom Savini, George A. Romero, Richard France, and Edward French
"Zombie" (1978), auch bekannt als "Dawn of the Dead", ist ein Kult-Horrorfilm von George A. Romero. Die Geschichte beginnt mit einer apokalyptischen Situation: Die Toten erheben sich und wandeln als Zombies auf der Erde, getrieben von einem unstillbaren Hunger nach Menschenfleisch. Eine Gruppe von Überlebenden, darunter der Nachrichtensprecher Stephen (David Emge), seine schwangere Freundin Francine (Gaylen Ross), sowie zwei SWAT-Team-Mitglieder, Roger (Scott H. Reiniger) und Peter (Ken Foree), flieht in ein verlassenes Einkaufszentrum. Dort versuchen sie, sich vor den Zombies zu verstecken und eine sichere Zuflucht aufzubauen.
Der Film kombiniert die typischen Elemente des Zombie-Genres mit einer tiefergehenden Kritik an Konsum und Gesellschaft, während die Gruppe ums Überleben kämpft und ihre Beziehungen unter der wachsenden Bedrohung getestet werden.
Trailer ©Garden of Gore | Laurel Group
Regie: George A. Romero
Drehbuch: George A. Romero
Produzent: Richard P. Rubinstein, Dario Argento, Claudio Argento, Alfredo Cuomo
Musik: Goblin, George A. Romero, Dario Argento
Kamera: Michael Gornick
Schnitt: George A. Romero, Dario Argento
Ein Kommentar1 Kommentare
Wieder einen Meilenstein der Filmgeschichte. „Dawn of the Dead“ oder wie der Film auf dem deutschen Markt heißt: „Zombie“, zählt als Film, der das Genre geprägt hat. Zuweilen hat das „Die Nacht der lebenden Toten“ auch, der der erste seiner Art war. Letzter erwähnter hat mir tatsächlich von der Technik her besser gefallen.
Hier muss ich sagen, dass ich von „Zombie“ in vielen Teilen enttäuscht war. Zwar prägte er das Genre wohl mit der Erzählung, denn viele Zombiefilme haben die Gruppendynamiken ähnlich aufgegriffen. Auch gab es teilweise schöne Kamerafahrten, wenn man die Zombiemengen oder vereinzelte Gruppen über Felder laufen sah. So richtige Effekte gibt es jedoch erst kurz vor Ende des Films. Es gibt relativ wenig Szenen, in denen die Zombies angreifen und ihre Opfer zerfleischen. In späteren Horror Zombiefilmen wurde das wesentlich prägnanter eingesetzt. Hierbei können sich die Effekte dann auch sehen lassen. Was man nicht von der Maske allgemein behaupten kann, denn die ist wirklich schlecht gemacht. Die Zombies sind einfach nur blau angemalt und das ist so offensichtlich, dass es beinahe Amateurhaft wirkt.
Der Score konnte mich auch nicht mitreißen, was mich ebenso enttäuschte, da der von Goblin komponiert wurde. Goblin hatte mich mit ihrem Soundtrack zu „Suspiria“ komplett weggeflasht, während in „Zombie“ so gar nichts hängen blieb. Nicht einmal Gänsehautfeeling kam dabei auf.
„Zombie“ ist auch relativ spannungsarm. Eigentlich passiert fast nichts, selbst wenn eine Menge passiert. Erst das Ende lässt das Publikum bangen, ansonsten schleicht „Zombie“ von einem Ereignis ins nächste, ohne wirklich Spannung aufzubauen. Wenigstens sind die Charaktere sympathisch und George A. Romero arbeitete auch entgegengesetzt des üblichen Frauenbildes in Filmen, was mir gefiel.
Gelungen ist der gesellschaftskritische Aspekt. Hierbei wird thematisiert, wie die Menschheit in solch einer Situation wieder einmal unüberlegt handelt und jede Person nur auf seinen eigenen Vorteil aus ist. 1978 war auch schon die Zeit, als klar wurde, wie die Menschheit sich im Grunde selbst abschafft.
Ich habe das Gefühl, die ganze Intelligenz wäre schon ausgestorben und die Dummen wären noch übrig!“
Dieses Zitat fühle ich sehr.
FAZIT ZU „ZOMBIE (DAWN OF THE DEAD)“
Alles in allem habe ich mir von „Zombie“ mehr erwartet. Nachdem ich so viele Meilensteine der Filmgeschichte nun gesehen habe, vor allem für diese Challenge, bin ich ziemlich enttäuscht. Wo die anderen mit ihrer ausgefallenen Technik, Kamera Arbeiten oder Erzählstrukturen begeisterten, liefert „Zombie“ in der Hinsicht grundsätzlich nichts. Außer die Tatsache, dass sich das Genre sehr an dieser Art von Plot hält. Vielleicht wirkt der Film in einer anderen Schnittfassung anders, ich habe den Dario Argento Cut gesehen.