Film

Velvet Goldmine

Veröffentlichungsjahr: 1998 | Genres: Drama, Musikfilm, Musical, Queer Cinema
Originaltitel: Velvet Goldmine
Schauspieler: Ewan McGregor, Jonathan Rhys Meyers, Christian Bale, Toni Collette, Eddie Izzard, Emily Woof, Michael Feast, Janet McTeer, Mairead McKinley, Luke Morgan Oliver, Osheen Jones, Micko Westmoreland, Damian Suchet, Danny Nutt, Wash Westmoreland, Don Fellows, Ganiat Kasumu, Ray Shell, Alastair G. Cumming, Zoe Boyce, Jim Whelan, Sylvia Grant, Tim Hans, Ryan Pope, Stuart Callaghan, James Francis, Callum Hamilton, Lindsay Kemp, Carlos Miranda, Emma Handy, Matthew Glamour, Daniel Adams, Bryan Torfeh, Joseph Beattie, Sarah Cawood, David Hoyle, Winn Austin, Ivan Cartwright, Peter Swords King, Justin Salinger, Roger Alborough, Peter Bradley Jr., Jonathan Cullen, William Key, Vincent Marzello, Corey Skaggs, Nathan Osgood, Nadia Williams, Brian Molko, Antony Langdon, Xavior, Steve Hewitt, Guy Leverton, Vinney Reck, Keith-Lee Castle, Eden Ford, Jono McGrath, Perry Clayton, Donna Matthews, Ritz, Stefan Olsdal, Trevor Sharpe, Spencer Kayden, Ralph G. Morse, Zac Nicholson, Rob Soar, Deborah Wise

Der Film "Velvet Goldmine" aus dem Jahr 1998 ist ein märchenhaftes Musical-Drama, bei dem Todd Haynes Regie führte und auch am Drehbuch mitwirkte. Die Geschichte wird aus der Perspektive eines britischen Journalisten (gespielt von Christian Bale) erzählt, der für einen Artikel über den Glamrock-Sänger Brian Slade in die 1970er Jahre eintaucht und dabei auch in seine eigene Vergangenheit zurückkehrt. Der Film erzählt die fiktive Biografie des Rockstars Brian Slade in verwirrenden Rückblenden, die aus Erinnerungen und Interviews des Journalisten zusammengesetzt sind. Eine Parallele zu Oscar Wilde zieht sich symbolisch durch den Film, vertreten durch eine grün schimmernde Brosche, die als Zeichen für Glamour und die Ästhetik der Glamrock-Kultur gilt und von den Protagonisten wie ein kostbares Schmuckstück weitergegeben wird.

Brian Slade beginnt Ende der 1960er Jahre als Sänger in kleinen Clubs, wird von einem Agenten entdeckt und wächst bald zu einem internationalen Star heran. Dabei trifft er auf den amerikanischen Sänger Curt Wild, eine Figur, die stark an Iggy Pop angelehnt ist und von Ewan McGregor überzeugend dargestellt wird. Zwischen den beiden entwickelt sich eine homoerotische Liebesbeziehung, die besonders von Slade ausgeht. Während des Höhepunkts der Glam-Rock-Ära zeigt der Film eine exzessive Party-Atmosphäre voller skurriler Charaktere und surrealer Traumsequenzen, die wie Musikvideos wirken.

"Velvet Goldmine" wurde 1998 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes gezeigt, wo Todd Haynes für seinen künstlerischen Beitrag ausgezeichnet wurde. Die Kostümbildnerin Sandy Powell erhielt 1999 eine Oscar-Nominierung und gewann den British Academy Film Award. Jonathan Rhys Meyers spielt Brian Slade, der stark an David Bowie angelehnt ist, während Ewan McGregor als Curt Wild eine Iggy-Pop-ähnliche Figur verkörpert. Die Geschichte zeigt viele Parallelen zur Beziehung Bowies und Iggy Pops, etwa in Slades Bühnenpersona Maxwell Demon und seiner Band Venus in Furs, die an Ziggy Stardust und die Spiders from Mars erinnern. Der Filmtitel bezieht sich auf Bowies Song „Velvet Goldmine“ und ist zudem eine Hommage an Lou Reeds Band The Velvet Underground.

Der Soundtrack enthält sowohl neu geschriebene Songs von Künstler:innen wie Pulp und Grant Lee Buffalo als auch Original-Glamrock-Stücke von T. Rex, Lou Reed und anderen, teils als Coverversionen. Bands wie The Venus In Furs, besetzt mit Mitgliedern von Radiohead, und Wylde Ratttz mit Musikern von Sonic Youth und The Stooges sind ebenfalls vertreten. David Bowie selbst verweigerte die Rechte an seinen Songs, da er an einem ähnlichen Projekt arbeitete.

Interessante Anekdote: Courtney Love sagte, die Figur Curt Wild ähnele ihrem verstorbenen Ehemann Kurt Cobain so stark, dass sie selbst nicht am Soundtrack des Films mitwirken wollte.

Pressematerial ©Tobis Film
Filmtrailer ©AMBI Distribution


Regie: Todd Haynes
Drehbuch: James Lyons, Todd Haynes
Produzent: Christopher Ball, Scott Meek, Sandy Stern, Olivia Stewart, Michael Stipe, William Tyrer, Christine Vachon, Bob Weinstein, Harvey Weinstein
Musik: Carter Burwell, Craig Wedren
Kamera: Maryse Alberti
Schnitt: James Lyons

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