Film

Titanic

Veröffentlichungsjahr: 1997 | Genres: Drama, Historienfilm, Psychodrama, Romanze , Katastrophenfilm , Tragödie
Originaltitel: Titanic
Schauspieler: Leonardo DiCaprio, Kate Winslet, Billy Zane, Kathy Bates, Frances Fisher, Gloria Stuart, Bill Paxton, Bernard Hill, David Warner, Victor Garber, Jonathan Hyde, Suzy Amis, Lewis Abernathy, Lewis Bodine, Nicholas Cascone, Bobby Buell, Anatoly M. Sagalevitch, Danny Nucci, Jason Barry, Ewan Stewart, Ioan Gruffudd, Jonny Phillips, Mark Lindsay Chapman, Richard Graham, Paul Brightwell, Ron Donachie, Eric Braeden, Charlotte Chatton, Bernard Fox, Michael Ensign, Fannie Brett, Jenette Goldstein, Camilla Overbye Roos, Linda Kerns, Amy Gaipa, Martin Jarvis, Rosalind Ayres, Rochelle Rose, Jonathan Evans-Jones, Brian Walsh, Rocky Taylor, Alex Sarno, Simon Crane, Edward Fletcher, Scott Anderson, Martin East, Craig Kelly, Gregory Cooke, Liam Tuohy, James Lancaster, Elsa Raven, Lew Palter, Reece P. Thompson III, Laramie Landis, Amber Waddell, Alison Waddell, Mark Rafael Truitt, Yaley, John Walcutt, Terry Forrestal, Derek Lea, Richard Ashton, Sean Nepita, Brendan Connolly, David Cronnelly, Garth Wilton, Martin Laing, Richard Fox, Nick Meaney, Kevin Owers, Mark Capri, Marc Cass, Paul Herbert, Emmett James, Chris Byrne, Oliver Page, James Garrett, Erik Holland, Jari Kinnunen, Bjorn Gunderson, Anders Falk, Olaus Gunderson, Martin Hub, Seth Adkins, Barry Dennen, Vern Urich, Rebecca Klingler, Tricia O’Neil, Kathleen S. Dunn, Romeo Francis, Mandana Marino, Van Ling, Bjørn Olsen, Dan Pettersson, Shay Duffin, Greg Ellis, Diana Morgan, Salonisti, Gaelic Storm, Kris Andersson, Bobbie Bates, Aaron James Cash, Anne Fletcher, Edmond Alan Forsyth, Andie Hicks uvm.

"Titanic" ist ein US-amerikanisches Spielfilmdrama aus dem Jahr 1997, inszeniert von James Cameron, mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen. Der Film erzählt die tragische Jungfernfahrt des Passagierdampfers Titanic, der im April 1912 mit einem Eisberg kollidierte und sank. Für die Produktion wurden Teile des Schiffes aufwendig und weitgehend originalgetreu rekonstruiert, wobei in die historische Geschichte eine fiktive Liebesgeschichte eingeflochten wurde. Eine Rahmenerzählung verknüpft die Handlung mit der modernen Unterwasserforschung des Wracks. "Titanic" gewann elf Oscars, darunter den Hauptpreis und erzielte ein weltweites Einspielergebnis von über 1,8 Milliarden US-Dollar, womit er zwölf Jahre lang der umsatzstärkste Film der Welt war. Die Filmmusik komponierte James Horner, der Titelsong My Heart Will Go On wurde von Céline Dion gesungen.

Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen: Im Jahr 1996 sucht der Schatzsucher Brock Lovett (Bill Paxton) zusammen mit seinem Team nach dem legendären Diamantcollier „Herz des Ozeans“ auf dem Wrack der Titanic. Dabei stoßen sie auf eine alte Aktzeichnung, die Rose Calvert (Gloria Stuart) als junge Frau zeigt. Rose erzählt daraufhin ihre Geschichte, die 1912 auf der Titanic beginnt, wobei die romantische und dramatische Geschichte um Rose und Jack (Leonardo DiCaprio) im Zentrum steht. Die beiden begegnen sich auf dem Schiff, entwickeln eine intensive Verbindung und werden mit den gesellschaftlichen Erwartungen, persönlichen Konflikten und schließlich der Katastrophe konfrontiert. 

James Cameron plante den Film mit dem Anspruch, historische Genauigkeit und emotionale Erzählung zu verbinden. Für die Dreharbeiten wurde 1995 das Wrack der Titanic mit den russischen Mir-U-Booten erforscht, und daraus entstand das Drehbuch. Ab dem 1. September 1995 begann die Produktion, bei der die Harland & Wolff Werft und umfangreiche historische Recherchen genutzt wurden. Um realistische Szenen zu garantieren, wurden an der mexikanischen Pazifikküste riesige Filmsets errichtet, darunter zwei Wassertanks für die Außen- und Innenaufnahmen der Titanic. Das Team legte größten Wert auf Details: Kleidung, Koffer, Geschirr und Inneneinrichtungen wurden originalgetreu nachgebildet.

Die Besetzung für Jack und Rose fiel nach mehreren Überlegungen auf Leonardo DiCaprio und Kate Winslet, die beide durch diesen Film einen weltweiten Bekanntheitsschub erhielten. Auch weitere Rollen wurden nach intensiver Auswahl besetzt, etwa Kathy Bates als Molly Brown und Billy Zane als Cal Hockley. Die ältere Rose wurde von Gloria Stuart dargestellt. Viele Szenen wurden unter extremen Bedingungen gedreht, darunter lange Aufnahmen im eiskalten Wasser. Trotz der körperlichen Strapazen für die Schauspielenden wurde auf Sicherheit geachtet.

Für die Spezialeffekte nutzte Cameron sowohl Miniaturen als auch digitale Effekte, darunter aufwendig simuliertes Wasser, Greenscreen-Aufnahmen und Motion-Capture-Techniken, um die Untergangsszenen und die Bewegung von Passagieren im Wasser realistisch darzustellen. Der Schnitt des Films wurde mehrfach angepasst, um die Dramaturgie zu straffen und die emotionale Wirkung zu verstärken.

Die Filmmusik komponierte James Horner, der sich an irischen Klängen orientierte. Für den Soundtrack wurden die norwegische Sängerin Sissel Kyrkjebø für stimmungsvolle Gesänge und Céline Dion für den Titelsong My Heart Will Go On engagiert. Das Album wurde zu einem der meistverkauften orchestralen Filmscores aller Zeiten und erreichte Spitzenplätze in zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien und die USA. Auch traditionelle Musik der Titanic wurde von der Band I Salonisti aufgenommen. Die deutsche Synchronisation entstand unter der Regie von Sven Hasper.

Veröffentlichung und Einspielergebnis von "Titanic"


"Titanic" feierte seinen Kinostart am 19. Dezember 1997 in den USA, nachdem das Erscheinungsdatum wegen umfangreicher Nachbearbeitungen und Produktionsverzögerungen um mehr als fünf Monate verschoben worden war. Die ursprünglich veranschlagten Produktionskosten von 150 Millionen US-Dollar stiegen im Laufe der Dreharbeiten auf etwa 200 Millionen US-Dollar an, hinzu kamen rund 40 Millionen US-Dollar Marketingkosten. Damit gehörte "Titanic" zu den teuersten Filmen seiner Zeit. Aufgrund des hohen Budgets und der Produktionsschwierigkeiten herrschte bei den beteiligten Studios 20th Century Fox und Paramount zunächst große Besorgnis; in Nordamerika sicherte sich Paramount die Vertriebsrechte für 65 Millionen US-Dollar. Regisseur James Cameron verzichtete während der Produktion auf seinen prozentualen Anteil an den Einspielergebnissen, erhielt aber nach Fertigstellung einen Bonus von 20 Millionen US-Dollar.

Die Premiere des Films fand bereits am 1. November 1997 auf dem Tokyo International Film Festival statt. In Deutschland startete der Film am 8. Januar 1998, in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Belgien und der Schweiz am 7. Januar. Bereits in der ersten Woche erzielte "Titanic" in den USA über 28 Millionen US-Dollar und verdreifachte den Umsatz innerhalb der nächsten sieben Tage. Ende März 1998 überschritt der Film als erster in der Geschichte die Marke von einer Milliarde US-Dollar. Das weltweite Gesamteinspielergebnis belief sich auf etwa 1,835 Milliarden US-Dollar, wodurch Titanic bis zur Veröffentlichung von Avatar 2010 der erfolgreichste Film der Welt war. Inflationsbereinigt liegt der Film mit rund 2,25 Milliarden US-Dollar auf Platz vier der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, hinter Vom Winde verweht, Krieg der Sterne und Schneewittchen und die sieben Zwerge. Besonders bemerkenswert ist, dass fast 70 Prozent der Einnahmen außerhalb der USA und Kanadas erzielt wurden. In Deutschland erreichte der Film über 18 Millionen Zuschauer und 117 Millionen Euro Einspielergebnis, womit er der zweiterfolgreichste Film nach Das Dschungelbuch ist.

"Titanic" wurde in den Jahren nach der Kinopremiere mehrfach wiederveröffentlicht. 1999 erschien der Film als erfolgreiche DVD, 2005 folgte eine aufwendige 3- bis 4-Disc-Edition mit zahlreichen Extras und unveröffentlichten Szenen. Zum 100. Jahrestag des Untergangs 2012 wurde Titanic digital in 3-D konvertiert und weltweit neu in den Kinos gezeigt, wodurch die Einnahmen in Verbindung mit der Originalversion erneut über zwei Milliarden US-Dollar stiegen. 2023 wurde der Film zum 25-jährigen Jubiläum erstmals in 4K-HDR veröffentlicht.

Analyse, Stil und Themen


James Cameron verband in "Titanic" historische Genauigkeit mit emotionaler Dramatik. Die Inszenierung nutzt subjektive Kameraperspektiven, Farbgestaltung und visuelle Kontraste zwischen Rot und Blau, um Liebe, Gefahr und soziale Unterschiede zu visualisieren. Dramaturgisch vereint der Film Liebesgeschichte und Katastrophe, wobei die parallelen Handlungsstränge konsequent bis zum Schluss verfolgt werden. Die Rahmenhandlung in der Gegenwart vermittelt, dass die Heldin überlebt, und stellt eine Brücke zur modernen Welt her. Thematisch kritisiert der Film soziale Hierarchien und stellt die Rechte der Unterprivilegierten in den Mittelpunkt. Die Liebesgeschichte von Rose und Jack ist gleichzeitig ein Symbol für Selbstbefreiung, erwachende Sexualität und persönliche Reife.

Die Filmmusik von James Horner kombiniert Synthesizer, Chor und klassische Orchesterarrangements, wobei irische Volksmusik die irische Herkunft von Jack unterstreicht. Vier zentrale Themen begleiten den Film: das Schiff, Jack, Rose und ihre Liebesgeschichte. Während der Untergangsszenen verstärkt die Musik dramaturgisch die Spannung und den Kampf ums Überleben.

Rezeption


Kritiker:innen und Publikum reagierten überwiegend positiv, auch wenn die Meinungen über die Mischung aus Liebesgeschichte und Katastrophendrama auseinandergehen. Gelobt wurden insbesondere die technische Umsetzung, die visuelle Pracht und die emotionale Wirkung des Films. Kritisiert wurden der Kitschfaktor, die historische Ungenauigkeiten und das aufwendige Romantikdrama. Roger Ebert bezeichnete Titanic als „fehlerloses Handwerk, intelligent konstruiert, nachhaltig gespielt und faszinierend“, während andere Kritiker:innen den Film als Höhepunkt des Kommerzkinos sahen.

Einfluss und kulturelle Wirkung


"Titanic" markierte einen Höhepunkt der digitalen Filmtechnik und setzte neue Standards für visuelle Effekte und Produktionsausgaben. Der Film hinterließ Spuren in Gesellschaft, Popkultur und Filmgeschichte, von Hommagen in Film und Fernsehen bis hin zu musikalischen Anspielungen. Szenen wie Rose am Bug des Schiffes oder das Diamantcollier haben sich als ikonische Motive etabliert.

Auszeichnungen


Der Film erhielt 11 Oscars, darunter für besten Film, beste Regie, beste Musik, besten Song, besten Schnitt, beste Spezialeffekte, besten Ton, bestes Kostümdesign, beste Kamera, bestes Szenenbild und besten Tonschnitt. Kate Winslet und Gloria Stuart wurden für ihre Darstellung der Rose nominiert, wobei Gloria Stuart mit 87 Jahren die älteste oscarnominierte Person ist. Weitere Auszeichnungen umfassen Golden Globes, MTV Movie Awards, Grammy Awards, Empire Awards, People’s Choice Awards und zahlreiche internationale Preise. Das American Film Institute führt "Titanic" in mehreren Bestenlisten, u. a. für Filmmusik, Zitate und Liebesfilme. Insgesamt sammelte der Film fast 90 Auszeichnungen und 47 Nominierungen weltweit.

Pressematerial © 20th Century Fox
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: James Cameron
Drehbuch: James Cameron
Produzent: James Cameron, Pamela Easley, Al Giddings, Grant Hill, Jon Landau, Sharon Mann, Rae Sanchini
Musik: James Horner
Kamera: Russell Carpenter
Schnitt: Conrad Buff, James Cameron, Richard A. Harris

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