Paris, Texas
Veröffentlichungsjahr: 1984 | Genres: Drama, Roadmovie, Psychodrama, Psychoanalyse
Originaltitel: Paris, Texas
Schauspieler: Harry Dean Stanton, Bernhard Wicki, Dean Stockwell, Aurore Clément, Hunter Carson, Viva, Socorro Valdez, Edward Fayton, Justin Hogg, Nastassja Kinski, Tom Farrell, John Lurie, Jeni Vici, Sally Norvell, Sharon Menzel, The Mydolls, Brandy Tipton
"Paris, Texas" ist ein deutsch-französisches Roadmovie aus dem Jahr 1984 unter der Regie von Wim Wenders, das in englischer Sprache gedreht wurde. Das Drehbuch stammt von L. M. Kit Carson nach einer Vorlage des Bühnenautors Sam Shepard. Die Hauptrolle übernimmt Harry Dean Stanton (Travis), unterstützt von Nastassja Kinski (Jane), Dean Stockwell (Walt), Aurore Clément (Anne), Hunter Carson (Hunter), Bernhard Wicki (Doktor Ulmer) und weiteren Darstellenden wie Socorro Valdez, Tom F. Farrell, John Lurie und Sally Norvell. Die Musik komponierte Ry Cooder, die Kameraarbeit übernahm Robby Müller, produziert wurde der Film von Don Guest, geschnitten von Peter Przygodda.
Der Film erzählt die Geschichte von Travis (Harry Dean Stanton), der nach Jahren der Abwesenheit in einer weiten, einsamen texanischen Landschaft wieder auftaucht und sich auf eine Reise begibt, um sich mit seiner Familie und seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Auf diesem Roadtrip trifft er auf seinen Bruder Walt (Dean Stockwell) sowie auf seinen Sohn Hunter (Hunter Carson) und es entsteht eine fragile Dynamik zwischen ihnen, die von vorsichtigem Annähern und stillen Momenten geprägt ist. Gleichzeitig beginnt Travis, nach einer Frau aus seiner Vergangenheit, Jane (Nastassja Kinski), zu suchen, deren Gegenwart und Vergangenheit langsam enthüllt werden.
"Paris, Texas" ist weniger ein klassisches Drama, sondern ein poetisches Roadmovie, das die Weite der texanischen Landschaft nutzt, um die inneren Reisen seiner Figuren zu spiegeln. Die visuelle Gestaltung und die einfühlsame Kameraarbeit von Robby Müller tragen maßgeblich zur eindrucksvollen Atmosphäre des Films bei, während Ry Cooders Musik die emotionale Tiefe unterstreicht.
Der Film feierte seine Premiere am 19. Mai 1984 im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes und gewann dort die Goldene Palme sowie den FIPRESCI-Preis und den Preis der Ökumenischen Jury. Anschließend wurde Paris, Texas auf internationalen Festivals gezeigt und kam 1985 in die bundesdeutschen Kinos, wo er rund 1,1 Millionen Besucher verzeichnete. Kritiker lobten den Film für seine emotionale Intensität, seine Bildsprache und die Mischung aus Roadmovie, Familiendrama und europäischem Autorenkino. Über die Jahre hat sich der Film zu einem Klassiker des Independent- und Autorenkinos entwickelt und gilt als einer der wichtigsten Werke Wim Wenders’.
Die Produktion des Films wurde von Argos Films, Channel Four Films und Road Movies Filmproduktion realisiert und größtenteils im Herbst 1983 gedreht. 2024 wurde der Film digital restauriert und einer Farbkorrektur unterzogen. Paris, Texas ist in mehreren Heimkino-Versionen erhältlich, darunter DVD, Blu-ray und eine spezielle Edition vom Arthaus Filmvertrieb, jeweils ab 12 Jahren freigegeben.
Pressematerial © Arthaus
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)
Regie: Wim Wenders
Drehbuch: L. M. Kit Carson, Sam Shepard, Walter Donohue
Produzent: Anatole Dauman, Pascale Dauman, Don Guest, Chris Sievernich, Joachim von Mengershausen
Musik: Ry Cooder
Kamera: Robby Müller
Schnitt: Peter Przygodda