ParaNorman
Veröffentlichungsjahr: 2012 | Genres: Animation, Horror, Komödie, Stop-Motion
Originaltitel: ParaNorman
Schauspieler: Kodi Smit-McPhee, Tucker Albrizzi, Anna Kendrick, Casey Affleck, Christopher Mintz-Plasse, Leslie Mann, Jeff Garlin, Elaine Stritch, Bernard Hill, Alex Borstein, Tempestt Bledsoe, John Goodman
"ParaNorman" ist ein animierter Horror-Komödienfilm, der 2012 veröffentlicht wurde. Der Film folgt der Geschichte von Norman Babcock, einem elfjährigen Jungen, der die Fähigkeit besitzt, mit Geistern zu sprechen. Diese Gabe macht ihn in seiner Heimatstadt Blithe Hollow zum Außenseiter und Ziel von Mobbing.
Norman Babcock lebt in der kleinen Stadt Blithe Hollow und hat die besondere Fähigkeit, Geister zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren. Diese Fähigkeit führt dazu, dass er von seinen Mitschüler:innen und sogar seiner eigenen Familie als seltsam angesehen wird. Nur sein Freund Neil akzeptiert ihn so, wie er ist.
Normans Leben nimmt eine dramatische Wendung, als sein exzentrischer Onkel Prenderghast, der ebenfalls Geister sehen kann, ihm eine wichtige Aufgabe überträgt. Er erklärt, dass es Normans Pflicht ist, die Stadt vor einem alten Fluch zu schützen, der von einer Hexe stammt, die vor 300 Jahren hingerichtet wurde. Der Fluch droht, die Toten zu erwecken und die Stadt zu zerstören.
Obwohl Norman zunächst zögert, nimmt er die Herausforderung an. Er begibt sich auf ein Abenteuer, um das Grab der Hexe zu finden und den Fluch zu stoppen. Dabei erhält er unerwartete Hilfe von Neil, seinem Mobber Alvin, seiner Schwester Courtney und Neils älterem Bruder Mitch. Können sie die Hexe aufhalten und den Fluch brechen?
"ParaNorman" behandelt Themen wie Akzeptanz, Mut und das Überwinden von Vorurteilen und vermittelt die Botschaft, dass man seine Andersartigkeit als Stärke ansehen sollte. Der Film kombiniert Humor, Abenteuer und eine emotionale Geschichte, um ein fesselndes und herzerwärmendes Erlebnis zu schaffen.
Regie: Sam Fell, Chris Butler
Drehbuch: Chris Butler
Produzent: Travis Knight, Arianne Sutner
Musik: Jon Brion
Kamera: Tristan Oliver
Schnitt: Christopher Murrie
Ein Kommentar1 Kommentare
„ParaNorman“ bietet witzigen Horrorspaß im tollen Stop-Motion Design. Früher liebte ich die Tim Burton Filme im Stop-Motion Format und kann diesem Stil auch noch immer viel abgewinnen. Somit kann „ParaNorman“ schon damit bei mir ordentlich Punkte holen. Die Animationen sind überragend, eigen und sehr kreativ. Zusätzlich liefert das Animationsteam Detailreichtum, der fasziniert und begeistert.
Die Idee ist solide, „ParaNorman“ spricht viele Themen an wie Akzeptanz, Instabilität und Verlust in einer Familie und Mobbing. Aber auch, wie man sich schlussendlich Vorurteilen stellt. Somit liefert „ParaNorman“ wichtige Botschaften an das Publikum, die allerdings auch nicht neu sind. Man weiß immerhin in der Mitte des Films, wohin die Reise gehen soll, was ein bisschen schade ist. So hebt sich „ParaNorman“ zwar mit seinen Animationen hervor, erzählt grundlegend aber auch nichts neues. Hier und da gibt es humorvolle Akzente. Besonders die kleine Hommage an „Halloween“ ist gelungen. Die Charaktere sind stereotypisch, aber sympathisch. Besonders Neil ist ein witziger Geselle.
Die Horrorelemente sind gut platziert und die düsteren Gestalten fein konzipiert. Allerdings dehnt sich die Handlung etwas in die Länge. Für einen 90 Minuten Film kam mir „ParaNorman“ außerordentlich lang vor. Der Showdown lässt zu lange auf sich warten, die Story baut sich zu langsam auf und wirkt dann im Mittelteil besonders schleppend. Für meinen Geschmack passiert in „ParaNorman“ auch zu viel, so rutscht der Fokus ein bisschen aus dem Rahmen.
FAZIT:
„ParaNorman“ ist ein fantastisch, animierter Stop-Motion Horrorfilm mit sympathischen Charakteren und vielen guten Ideen. Die Ansätze sind gelungen, bleiben in der Ausarbeitung aber ein wenig blass. So bleibt „ParaNorman“ auch nur ein netter Kinderfilm mit Gruselfaktor, der kurzweiligen Spaß bietet.