Film

Mulholland Drive – Straße der Finsternis

Veröffentlichungsjahr: 2001 | Genres: Drama, Thriller, Psychothriller, Mystery, Queer Cinema, Psychoanalyse , Tragödie
Originaltitel: Mulholland Drive
Schauspieler: Naomi Watts, Jeanne Bates, Dan Birnbaum, Laura Harring, Randall Wulff, Robert Forster, Brent Briscoe, Maya Bond, Patrick Fischler, Michael Cooke, Bonnie Aarons, Michael J. Anderson, Joseph Kearney, Enrique Buelna, Richard Mead, Sean Everett, Ann Miller, Angelo Badalamenti, Dan Hedaya, Daniel Rey, Justin Theroux, David Schroeder, Robert Katims, Marcus Graham, Tom Morris, Melissa George, Mo Gallini, Mark Pellegrino, Vincent Castellanos, Diane Nelson, Charles Croughwell, Rena Riffel, Michael Des Barres, Lori Heuring, Billy Ray Cyrus, Tad Horino, Missy Crider, Tony Longo, Geno Silva, Katharine Towne, Lee Grant, Monty Montgomery, Kate Forster, James Karen, Chad Everett, Wayne Grace, Rita Taggart, Michele Hicks, Lisa K. Ferguson uvm.

"Mulholland Drive – Straße der Finsternis" ist ein Thriller mit Drama- und Mystery-Elementen von David Lynch aus dem Jahr 2001, der in Los Angeles spielt und eine mysteriöse Geschichte von Liebe, Eifersucht und Mord erzählt. Lynch bricht dabei bewusst mit konventionellen Erzählstrukturen, indem er das unzuverlässige Erzählen einsetzt, was dazu führt, dass Figuren, Stimmungen, Schauplätze und Leitmotive im Verlauf des Films ihre Bedeutung verändern und Raum für vielfältige Interpretationen schaffen. In einer Umfrage von 2016, an der 177 Filmkritiker, Wissenschaftler und Kuratoren aus aller Welt teilnahmen, wurde Mulholland Drive von der BBC zum besten Film des 21. Jahrhunderts gekürt.

Die Geschichte beginnt mit einer Frau (Laura Harring), die nach einem Autounfall auf der titelgebenden Mulholland Drive Straße traumatisiert und ohne Erinnerung in der Stadt umherirrt. Zufällig trifft sie auf eine junge, optimistische Schauspielerin namens Betty Elms (Naomi Watts), die gerade nach Hollywood gezogen ist, um ihren großen Durchbruch zu schaffen. Betty findet die verletzte Frau, die sich bald „Rita“ nennt, und beide versuchen gemeinsam, die Geheimnisse um Ritas Identität und die rätselhaften Umstände ihres Unfalls zu lüften. Dabei geraten sie in ein Netz aus Intrigen, dunklen Machenschaften und surrealen Ereignissen, die die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit verschwimmen lassen.

"Mulholland Drive – Straße der Finsternis" entfaltet sich in verschachtelten, oft rätselhaften Episoden, die unterschiedliche Facetten von Hollywood, Liebe, Verrat und Identität zeigen. Neben den beiden Hauptfiguren treten viele skurrile und geheimnisvolle Personen auf, die in der düsteren und gleichzeitig verführerischen Welt von Los Angeles verstrickt sind.

David Lynchs charakteristischer Stil – eine Mischung aus Neo-Noir, psychologischem Thriller und surrealem Traumkino – prägt "Mulholland Drive – Straße der Finsternis" maßgeblich und fordert das Publikum dazu auf, aufmerksam zu beobachten und eigene Interpretationen zu finden. Das Ergebnis ist eine vielschichtige, hypnotische Reise durch Abgründe der menschlichen Seele und die Schattenseiten des amerikanischen Traums.

"Mulholland Drive – Straße der Finsternis" entstand in zwei Phasen und ist eine Koproduktion zwischen den USA und Frankreich. Die ersten zwei Drittel wurden 1999 als Pilotfilm für das US-Fernsehnetzwerk ABC gedreht, das an einen Erfolg wie bei Lynchs „Twin Peaks“ hoffte. Nachdem ABC den Film wegen Länge ablehnte, kaufte das französische Netzwerk Canal Plus die Rechte, finanzierte zusätzliche Szenen und ein neues Ende, das im Oktober 2000 gedreht wurde. David Lynch widmete den Film der Schauspielerin Jennifer Syme, die kurz vor der Veröffentlichung bei einem Autounfall starb. Gedreht wurde in Hollywood, Downtown Los Angeles, am Flughafen LAX, in Gardena sowie in den Paramount Studios in Kalifornien.

Die Filmmusik komponierte Angelo Badalamenti, der schon für frühere Lynch-Filme tätig war. Besonders prägnant ist das Lied „Llorando“ (spanische Version von Roy Orbisons „Crying“), gesungen von Rebekah Del Rio, das in einer Schlüsselszene im Club Silencio erklingt und die Figuren emotional bewegt. Die deutsche Synchronisation wurde von Interopa Film produziert, mit Lutz Riedel als Dialogbuchautor und Regisseur.

"Mulholland Drive – Straße der Finsternis" wurde 2001 bei den Filmfestspielen von Cannes uraufgeführt, erhielt hervorragende Kritiken und Lynch gewann den Preis für die beste Regie. Kommerziell war der Film zunächst nur mäßig erfolgreich, spielte weltweit etwa 20 Millionen US-Dollar bei einem Budget von 15 Millionen ein. Kritiker:innen lobten den Film für seine Traumlogik, unkonventionelle Erzählweise und tiefgründige Symbolik. Roger Ebert verglich den Film mit einem Traum, der fasziniert und frustrierend zugleich ist, weil Lynch sich kompromisslos auf atmosphärische und verstörende Szenen konzentriert, ohne alles zu erklären. "Mulholland Drive – Straße der Finsternis" zählt heute zu den wichtigsten Werken des modernen Kinos.

Pressematerial © Les Films Alain Sarde | Asymmetrical Productions | Babbo Inc.
Filmtrailer © StudioCanal 


Regie: David Lynch
Drehbuch: David Lynch
Produzent: Pierre Edelman, Neal Edelstein, Joyce Eliason, Tony Krantz, Michael Polaire, Alain Sarde, Mary Sweeney, John Wentworth
Musik: Angelo Badalamenti
Kamera: Peter Deming
Schnitt: Mary Sweeney

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