Film

Mädchen in Uniform

Veröffentlichungsjahr: 1931 | Genres: Drama, Coming of Age, Romanze
Originaltitel: Mädchen in Uniform
Schauspieler: Hertha Thiele, Dorothea Wieck, Emilia Unda, Gertrud de Lalsky, Hedwig Schlichter, Lene Berdolt, Lisi Scheerbach, Margory Bodker, Erika Mann, Marte Hein, Ellen Schwanneke, Annemarie von Rochhausen

"Mädchen in Uniform" ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1931 unter der Regie von Leontine Sagan und der künstlerischen Oberleitung von Carl Froelich. Das Drehbuch basiert auf dem Bühnenstück Gestern und heute von Christa Winsloe. Der Film gilt als Meilenstein des frühen deutschen Tonfilms und wird seit den 1970er Jahren in der feministischen Filmgeschichtsschreibung als erster deutscher Spielfilm mit breiter Wirkung betrachtet, der neben der Adoleszenzproblematik auch die Möglichkeit einer lesbischen Liebe thematisiert – subtil, aber spürbar in der emotionalen Beziehung der Hauptfigur zu einer Lehrerin.


Die 14-jährige Manuela von Meinhardis (Hertha Thiele) wird nach dem Tod ihrer Mutter von ihrer Tante (Gertrud de Lalsky) in ein strenges Internat für höhere Töchter in Potsdam geschickt. Dort herrscht ein rigides Regime unter der Oberin (Emilia Unda), das auf Disziplin, Gehorsam und Verzicht basiert. In dieser kalten Umgebung findet Manuela Trost bei der warmherzigen Lehrerin Fräulein von Bernburg (Dorothea Wieck), zu der sie eine tiefe emotionale Bindung entwickelt. Als Manuela ihre Gefühle öffentlich äußert, gerät das fragile Gleichgewicht der Institution ins Wanken. Der Film erzählt einfühlsam von jugendlicher Sehnsucht, innerer Rebellion und dem Wunsch nach Zuneigung in einer repressiven Welt.


"Mädchen in Uniform" wurde unter der Produktionsleitung von Carl Froelich realisiert und war eine der ersten Filmproduktionen mit weiblicher Regie in Deutschland. Die Dreharbeiten fanden in Berlin statt, unter anderem in den Johannisthal Studios. Die Kamera führten Reimar Kuntze und Franz Weihmayr, die Musik komponierte Hanson Milde-Meißner, und der Schnitt erfolgte durch Oswald Hafenrichter. Der Film wurde von der Deutschen Film-Gemeinschaft produziert und am 27. November 1931 uraufgeführt. Er wurde international beachtet und mehrfach ausgezeichnet, unter anderem bei den Filmfestspielen in Venedig 1932. Seine progressive Thematik und die psychologische Tiefe machten ihn zu einem Klassiker des Weimarer Kinos.


Pressematerial: © Deutsche Film-Gemeinschaft GmbH | Salzgeber


Regie: Leontine Sagan, Carl Froelich
Drehbuch: Christa Winsloe, Friedrich Dammann, Colette
Produzent: Carl Froelich
Musik: Hanson Milde-Meißner
Kamera: Reimar Kuntze, Franz Weihmayr
Schnitt: Oswald Hafenrichter

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