Film

Lone Ranger

Veröffentlichungsjahr: 2013 | Genres: Abenteuer, Action, Drama, Western
Originaltitel: The Lone Ranger
Schauspieler: Johnny Depp, Armie Hammer, William Fichtner, Tom Wilkinson, Ruth Wilson, Helena Bonham Carter, James Badge Dale, Bryant Prince, Barry Pepper, Mason Cook, JD Cullum, Saginaw Grant, Harry Treadaway, James Frain, Joaquín Cosio, Damon Herriman, Matt O\'Leary, W. Earl Brown, Timothy V. Murphy, Gil Birmingham, Damon Carney, Kevin Wiggins, Chad Brummett, Robert Baker, Lew Temple, Joseph E. Foy, Leon Rippy, Stephen Root, Randy Oglesby, Brad Greenquist, Rance Howard, Leonard Earl Howze, Travis Hammer uvm.

"Lone Ranger" (Originaltitel: The Lone Ranger) ist ein US-amerikanischer Western aus dem Jahr 2013, der auf der berühmten Radiosendung und späteren Fernsehserie über den maskierten Gesetzeshüter basiert. Regisseur Gore Verbinski setzte das Projekt gemeinsam mit Produzent Jerry Bruckheimer um, unterstützt von einem Drehbuchteam rund um Justin Haythe, Ted Elliott, Terry Rossio und Eric Aronson. Die Walt Disney Company stellte dafür ein Budget von über 250 Millionen US-Dollar bereit. Seine Premiere feierte der Film am 27. Juni 2013 in Neuseeland, bevor er Anfang Juli in die US-Kinos kam und im August auch in Deutschland anlief. Trotz enormem Aufwand und großer Erwartungen entwickelte sich der Film aufgrund hoher Kosten und schwacher Einspielergebnisse zu einem der bekanntesten finanziellen Misserfolge seines Erscheinungsjahres.

Die Geschichte spielt im Nordamerika der späten 1860er Jahre, einer Zeit, in der der Ausbau der Eisenbahn große Teile des Westens veränderte. Rund um den Bau einer neuen Strecke entfaltet sich eine Erzählung über politische Interessen, wirtschaftliche Gier und die Spannungen zwischen Siedler:innen und indigenen Gemeinschaften. Der junge Jurist John Reid (Armie Hammer) gerät durch eine Reihe dramatischer Ereignisse mitten hinein in diesen Konflikt und begegnet dem eigenwilligen Comanche Tonto (Johnny Depp), der aus persönlichen Gründen einem berüchtigten Verbrecher nachjagt. Obwohl sie zunächst wenig verbindet, schließen beide ein Zweckbündnis, das sie quer durch den Westen und in die Nähe mächtiger Gegner:innen führt, unter anderem zu dem einflussreichen Eisenbahnmanager Latham Cole (Tom Wilkinson). Auch Reids Schwägerin Rebecca (Ruth Wilson) und deren Sohn Danny (Bryant Prince) werden in die Entwicklungen hineingezogen, ebenso wie die schillernde Saloonbesitzerin Red (Helena Bonham Carter). Während Reid seinen eigenen Weg zwischen Gesetzestreue und Gerechtigkeitssinn sucht, entsteht allmählich die Figur, die später als „Lone Ranger“ bekannt wird. Die Handlung wird viele Jahre später zusätzlich aus der Erinnerung des gealterten Tonto erzählt, der einem jungen Besucher seine Version der Ereignisse schildert.

Für die Figurengestaltung von Tonto ließ sich das Team von einem Gemälde des Künstlers Kirby Sattler inspirieren. Aufgrund der negativen Bedeutung des Wortes „Tonto“ im Spanischen („Narr“) trägt die Figur in der spanischen Synchronfassung den Namen „Toro“. Ursprünglich war Mike Newell als Regisseur im Gespräch, bevor Gore Verbinski die Produktion übernahm, der bereits enorm erfolgreiche Abenteuerfilme inszeniert hatte. Die Rolle des Lone Ranger war zwischenzeitlich für Brad Pitt und Ryan Gosling vorgesehen, bevor Armie Hammer verpflichtet wurde. Das Projekt wurde zudem von Budgetproblemen begleitet: Disney stoppte 2011 kurzzeitig die Produktion, setzte sie jedoch nach Kürzungen wieder fort, wodurch der Film schließlich erst 2013 veröffentlicht wurde. Die Dreharbeiten fanden an zahlreichen Orten im Westen der USA statt, darunter Monument Valley, Angel Fire, Moab, Lone Pine und verschiedene Gebiete in New Mexico und Texas. Gedreht wurde über fünf Monate ab Februar 2012. Die Produktion war auch von Unfällen überschattet: Ein Wassersicherheitsspezialist starb während der Dreharbeiten, und Johnny Depp überlebte einen schweren Sturz vom Pferd unverletzt.

Auch in der Synchronfassung wurden bekannte Sprecher:innen eingesetzt, darunter David Nathan für Tonto und Sascha Rotermund für John Reid. Weitere wichtige Rollen wurden unter anderem von Holger Mahlich (Latham Cole), Torsten Michaelis (Butch Cavendish), Marie Bierstedt (Rebecca Reid) und Melanie Pukaß (Red Harrington) übernommen.


Wirtschaftlich blieb Lone Ranger weit hinter den Erwartungen zurück. Bei geschätzten Gesamtkosten von mindestens 375 Millionen US-Dollar spielte der Film weltweit nur rund 260 Millionen US-Dollar ein. In Deutschland erreichte er 2013 rund eine Million Kinobesucher und belegte damit Platz 34 der Jahrescharts. Kritisch wurde das Werk sehr gemischt aufgenommen und überwiegend negativ bewertet. Kritiker bemängelten insbesondere die überlange Laufzeit, die tonal uneinheitliche Erzählweise sowie einen überladenen Actionanteil. Zwar wurden das Zusammenspiel von Johnny Depp und Armie Hammer sowie einzelne humorvolle oder visuell beeindruckende Momente hervorgehoben, doch viele Stimmen kritisierten die Unentschlossenheit zwischen Western, Actionblockbuster und Komödie. Einige Rezensent:innen würdigten jedoch den eigenwilligen Genre-Mix und die kritische Sicht auf den Mythos des amerikanischen Westens. Trotz seiner insgesamt schwachen Resonanz erhielt der Film von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) das Prädikat „besonders wertvoll“.

Bei Auszeichnungen konnte der Film vor allem negative Nominierungen sammeln: Für die Goldene Himbeere war er 2014 mehrfach nominiert, darunter in den Kategorien Schlechtester Film, Schlechtester Schauspieler (Johnny Depp), Schlechteste Regie und Schlechtestes Drehbuch; die Trophäe für das schlechteste Prequel, Remake oder die schlechteste Fortsetzung gewann er tatsächlich. Gleichzeitig erhielt Lone Ranger aber auch zwei Oscar-Nominierungen in den Kategorien Beste visuelle Effekte sowie Bestes Make-up.

Pressematerial ©Die Walt Disney Company 


Regie: Gore Verbinski
Drehbuch: Justin Haythe, Ted Elliott, Terry Rossio
Produzent: Jerry Bruckheimer, Johnny Depp, Morgan Des Groseillers, Eric Ellenbogen, Ted Elliott, Tom Engelman, Shari Hanson, Eric McLeod uvm.
Musik: Hans Zimmer
Kamera: Bojan Bazelli
Schnitt: James Haygood, Craig Wood

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