Film

Laurence Anyways

Veröffentlichungsjahr: 2012 | Genres: Drama, Coming of Age, Queer Cinema, Psychodrama, Romanze , Psychoanalyse
Originaltitel: Laurence Anyways
Schauspieler: Melvil Poupaud, Suzanne Clément, Nathalie Baye, Monia Chokri, Susan Almgren, Yves Jacques, Sophie Faucher, Magalie Lépine Blondeau, Catherine Bégin, Emmanuel Schwartz, Jacques Lavallée, Perrette Souplex, Patricia Tulasne, David Savard, Monique Spaziani, Denise Filiatrault, Violette Chauveau, Mylène Jampanoï, Jacob Tierney, Gilles Renaud, Patrice Coquereau, Anne-Élisabeth Bossé, Anne Dorval, Pierre Chagnon, Éric Bruneau, Alexis Lefebvre, Denys Paris, Vincent Davy, Vincent Plouffe, Manuel Tadros, Alexandre Goyette, Antoine Olivier Pilon, Bronwen Mantel, Mario Geoffrey, Yvette Thuot, Jeanne Gionnet-Lavigne, Claude Gasse, Clément Deschênes, Mark Lambert, François Sasseville, Marie-Pierre de Brienne, Kevin Desmarescaux, Xavier Dolan, Emily Hampshire

"Laurence Anyways" ist ein kanadisches Filmdrama von Xavier Dolan aus dem Jahr 2012, das die intensive Liebesgeschichte zwischen einer Frau und ihrem Transgender-Partner über einen Zeitraum von etwa einem Jahrzehnt erzählt. Regie und Drehbuch stammen von Xavier Dolan, produziert wurde der Film von Charles Gillibert, Nathanaël Karmitz und Lyse Lafontaine. Die Kamera führte Yves Bélanger, die Musik stammt von Noia, und den Schnitt übernahm Xavier Dolan selbst.

Der Film erzählt die Geschichte von Laurence Alia (Melvil Poupaud), einer trans Frau, die sich noch nicht geoutet hat und als Lehrerin arbeitet, sowie ihrer langjährigen Partnerin Frédérique „Fred“ Belair (Suzanne Clément), die im Filmgeschäft tätig ist. Laurence und Fred leben in einer festen Beziehung und müssen lernen, mit Laurences Coming-out und der Transition umzugehen, während sie sich mit gesellschaftlicher Ablehnung, Vorurteilen und familiären Konflikten konfrontiert sehen. Fred wird mit neuen Rollen, Unsicherheiten und eigenen Ängsten konfrontiert, während Laurence versucht, authentisch zu leben und ihre Identität zu finden. Unterstützt werden die beiden von Freund:innen und Familie, darunter Laurences Mutter Julienne Alia (Nathalie Baye) und Schwester Stéfanie „Stef“ Belair (Monia Chokri), die beide auf unterschiedliche Weise auf Laurence’ Entscheidungen reagieren. 

Laurence Anyways war ein Herzensprojekt von Xavier Dolan, der die Idee bereits 2008 entwickelte und mehrere Jahre für die Umsetzung benötigte. Die Dreharbeiten fanden unter anderem in Montréal, Trois-Rivières, Colorado, Miami und Paris statt. Der Film feierte am 18. Mai 2012 im Rahmen der Reihe Un certain regard bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes Premiere. In Deutschland wurde er erstmals am 2. Oktober 2012 auf dem Filmfest Hamburg gezeigt und kam am 27. Juni 2013 in die Kinos.

Die deutsche Synchronisation erfolgte bei der Rotor Film Babelsberg unter der Dialogregie von Christoph Cierpka. André Szymanski sprach Laurence Alia (Melvil Poupaud), Anita Vulesica Frédérique „Fred“ Belair (Suzanne Clément), Katharina Lopinski Julienne Alia (Nathalie Baye), Sanam Afrashteh Stéfanie „Stef“ Belair (Monia Chokri), Anna Kurek die Journalistin (Susan Almgren) und weitere Charaktere entsprechend.

Kritiker:innen lobten den Film als visuell und emotional beeindruckendes Werk. Die Neue Zürcher Zeitung nannte Laurence Anyways „außergewöhnlich und mutig“, während das Toronto International Film Festival den Film als „epische Romanze“ bezeichnete. Beobachter:innen hoben insbesondere die Inszenierung von Identität, Gender und gesellschaftlichen Erwartungen hervor, die Dolan sowohl stilistisch als auch inhaltlich kunstvoll umsetzt. Der Film zeigt, wie sich Liebe und Beziehungen entwickeln, selbst wenn sich äußere Erscheinung und persönliche Identität drastisch verändern.

"Laurence Anyways" erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2012 wurde Xavier Dolan mit der Queer Palm ausgezeichnet, Suzanne Clément erhielt den Preis als Beste Darstellerin in der Reihe Un certain regard. Auf dem Toronto International Film Festival gewann der Film den Preis als Bester kanadischer Spielfilm. Weitere Ehrungen umfassen unter anderem César-Nominierungen, Canadian Screen Awards, Guldbagge-Nominierungen, drei Jutra Awards sowie einen Prix Lumières als Bester französischsprachiger Film.

Der Soundtrack des Films kombiniert zeitgenössische elektronische Musik mit popkulturellen Liedern der 1980er, 1990er und 2000er Jahre und greift zudem auf lokale frankokanadische Künstler:innen sowie klassische Musikstücke zurück, um die emotionale Tiefe und den kulturellen Kontext der Erzählung zu unterstreichen.

Pressematerial ©Lyla Films | MK2 Productions | Madman Films


Regie: Xavier Dolan
Drehbuch: Xavier Dolan
Produzent: Rémi Burah, Xavier Dolan, Charles Gillibert, Nathanaël Karmitz, Lyse Lafontaine, Carole Mondello, Gus Van Sant
Musik: Noia
Kamera: Yves Bélanger
Schnitt: Xavier Dolan

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