Film

Laurel und Hardy: Leichte Beute

Veröffentlichungsjahr: 1927 | Genres: Komödie, Tragikomödie, Buddy-Movie , Kurzfilm, Stummfilm, Slapstick-Comedy
Originaltitel: Duck Soup
Schauspieler: Stan Laurel, Oliver Hardy, Madeline Hurlock, William Austin, Bob Kortman, Stuart Holmes, William Courtright, Bobby Dunn, Al Flores, John Goodwin, Clara Guiol, Charlie Hall, Laura La Varnie, James A. Marcus

Laurel und Hardy: Leichte Beute – im Original Duck Soup – ist eine US‑amerikanische Kurzfilmkomödie aus dem Jahr 1927, inszeniert von Fred L. Guiol, geschrieben von H. M. Walker und Stan Laurel und produziert von Hal Roach. Mit einer Laufzeit von zwanzig Minuten und einer FSK‑Freigabe ab 0 Jahren markiert der Film die zweite Zusammenarbeit von Stan Laurel und Oliver Hardy, die hier erneut gemeinsam auftreten, bevor sie offiziell als Duo etabliert wurden. Neben den beiden sind James A. Marcus, Madeline Hurlock, William Austin, Bob Kortman, William Courtright und Stuart Holmes zu sehen.

Die Geschichte folgt zwei Landstreichern, die versuchen, einer unangenehmen Pflicht zu entkommen und sich dabei in ein luxuriöses Anwesen verirren, das ihnen unerwartet offensteht. Aus dieser Gelegenheit entsteht ein Spiel aus Verwechslungen, improvisierten Rollen und zunehmend chaotischen Begegnungen mit Menschen, die das Haus aus ganz anderen Gründen aufsuchen. Während die beiden versuchen, ihre Tarnung aufrechtzuerhalten, geraten sie in immer absurdere Situationen, die den typischen frühen Slapstick‑Ton der späteren Laurel‑und‑Hardy‑Filme bereits deutlich erkennen lassen. Vieles läuft nicht wie geplant, manches eskaliert schneller als gedacht – und genau daraus bezieht der Film seinen komischen Reiz.

Entstanden ist Laurel und Hardy: Leichte Beute zwischen dem 20. September und dem 2. Oktober 1926, unter anderem an der Ecke Culver Boulevard und Main Street in Los Angeles. Die Grundlage bildete der Sketch Home from the Honeymoon von Arthur J. Jefferson, Stan Laurels Vater – ein Stoff, der später auch für den Tonfilm Another Fine Mess (1930) verwendet wurde. Besonders bemerkenswert ist die historische Bedeutung des Kurzfilms: Hier treten Laurel und Hardy erstmals klar als Team auf, was ihn zu einem wichtigen Baustein ihrer Filmgeschichte macht.

In Deutschland blieb der Film lange nahezu unbekannt. Er wurde nie regulär im Kino gezeigt und erschien erst 1995 auf einem deutschen Videofilm, nachdem er 1974 in Europa wiederentdeckt worden war. Die Restaurierung erwies sich als schwierig, da Vorspänne und Zwischentitel teilweise neu gestaltet werden mussten – ein Problem, das mehrere Filme des Duos aus den 1920er‑Jahren betraf.

Pressematerial © Pathé Exchange | Flicker Alley
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Fred Guiol
Drehbuch: Arthur J. Jefferson, H.M. Walker
Produzent: Hal Roach

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