Juno
Veröffentlichungsjahr: 2007 | Genres: Coming of Age
Originaltitel: Juno
Schauspieler: Elliot Page, Michael Cera, Jennifer Garner, Jason Bateman, Olivia Thirlby, J. K. Simmons, Allison Janney, Rainn Wilson, Valerie Tian, Lucas MacFadden
"Juno" ist eine amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 2007, die von Jason Reitman inszeniert wurde. Der Film erzählt die Geschichte von Juno MacGuff, einer unkonventionellen und scharfzüngigen High-School-Schülerin, die ungewollt schwanger wird und einen außergewöhnlichen Weg findet, damit umzugehen.
Juno, ein intelligentes und wortgewandtes Mädchen, hat eine enge Freundschaft mit ihrem besten Freund Paulie Bleeker. Nach einem einmaligen sexuellen Erlebnis wird Juno unerwartet schwanger. Zunächst weiß sie nicht, wie sie mit der Situation umgehen soll, aber nach reiflicher Überlegung entscheidet sie sich, das Kind zur Adoption freizugeben.
Juno und ihr bester Freund Leah machen sich auf die Suche nach den perfekten Adoptiveltern für das ungeborene Baby. Sie stoßen auf das Ehepaar Vanessa und Mark Loring, die auf der Suche nach einem Kind sind. Während Juno eine Beziehung zu den Lorings aufbaut, stellen sich unerwartete Herausforderungen und emotionale Turbulenzen ein.
Während Juno mit den Höhen und Tiefen der Schwangerschaft und ihrer persönlichen Reife kämpft, muss sie auch mit den Reaktionen ihrer Familie und ihrer Schule zurechtkommen. Ihre Beziehung zu Paulie wird auf die Probe gestellt, als sie versucht, ihre Verantwortung als werdende Mutter wahrzunehmen.
"Juno" ist eine herzerwärmende und humorvolle Geschichte über Mut, Freundschaft und Erwachsenwerden. Der Film zeichnet sich durch seinen scharfen Dialog, seine ehrlichen Charaktere und seine einfühlsame Darstellung der komplexen Gefühle aus, die mit unerwarteten Lebenssituationen einhergehen. Ellen Page brilliert in der Rolle der Juno und verkörpert das eigensinnige und gleichzeitig verletzliche Wesen der Hauptfigur auf beeindruckende Weise.
"Juno" ist ein Film, der mit seinem Charme und seiner Leichtigkeit das Publikum begeistert und gleichzeitig wichtige Fragen über Liebe, Familie und die Entscheidungen, die wir im Leben treffen, aufwirft. Mit einer gelungenen Mischung aus Humor und emotionaler Tiefe bleibt "Juno" im Gedächtnis und ist ein echtes Juwel des Independent-Kinos.
Regie: Jason Reitman
Drehbuch: Diablo Cody
Produzent: Lianne Halfon, John Malkovich, Mason Novick, Russell Smith
Musik: Mateo Messina
Kamera: Eric Steelberg
Schnitt: Dana E. Glauberman
Ein Kommentar1 Kommentare
Als ich „Juno“ damals das erste Mal sah, wurde der Film total gehyped. Ich selbst fand ihn nur mittelmäßig, aber der Soundtrack gefiel mir. Im Anschluss hörte ich ihn rauf und runter. Inzwischen, wenn ich so durch meine Freundeliste scrolle, finden die meisten den Soundtrack merkwürdig und den Film befremdlich. Das Thema einer schwangeren Teenagerin sei nicht wirklich ernst genommen worden. Vielleicht zielt „Juno“ aber genau darauf ab. Der Film nimmt sich selbst nicht so ernst. Die Protagonistin (Elliot Page) fand ich beim ersten Mal richtig unsympathisch, jetzt feierte ich sie ein bisschen. Warum? Andere Kritiker*innen empfanden Juno als patzig und unfreundlich, das sah ich beim ersten Mal auch so. Inzwischen sah ich das ganze etwas nüchterner. Juno ist 14, also ein Teenager. Die können schon mal ziemlich launisch sein. Zusätzlich ist sie schwanger und weiß erstmal nicht, was das nun bedeutet. Hinzu kommen die Stimmungsschwankungen.
Vielleicht muss man das Thema einer Teenagerschwangerschaft gar nicht so eng sehen. Inzwischen gibt es viele Möglichkeiten und Hilfen. Das ist in „Juno“ ganz gut aufgeführt. Der erste Anlauf ist die Abtreibung, der nächste eine Adoption.
Im Gegenzug zu meinen befreundeten Kritiker*innen sehe ich es nicht so, dass die Eltern total desinteressiert und unprofessionell handeln. Ich finde es gut, dass sie Juno nicht verurteilen und ihre Unterstützung bieten. Klar wird das Thema in „Juno“ ein wenig blauäugig betrachtet und Lösungen sind viel zu schnell da und die Protagonistin deshalb auch vielleicht ein bisschen zu entspannt.
Allerdings ist die gleiche Thematik in „Love, Rosie“ auch entspannter als in anderen Dramen. Vielleicht ist es an der Zeit, das Thema entspannter anzugehen und „Juno“ ist seiner Zeit voraus. Es ist nicht schlimm, wenn Teenager schwanger werden, das passiert. Es ist kein Thema, das man tabuisieren muss. Auch mit 36 kann man unerwartet schwanger werden. Teenager sind eben auch sexuell aktiv, das war schon immer so gewesen und fängt immer früher an.
Daraus immer ein riesen Geschrei zu machen ist der falsche Weg. Das hilft der minderjährigen Person ja nicht.
So betrachtet, beleuchtet „Juno“ eine ganz andere Seite der Teenagerschwangerschaft. Der Junge rastet nicht total aus, die Eltern verurteilen nicht, sondern unterstützen und die betreffende Person sieht es gelassen. Elliot Page spielt die Rolle übrigens auch hervorragend, während Michael Cera einfach Michael Cera ist. Aber das mag ich so an ihm. Der schüchterne, unbeholfene Junge. Highlight des Films ist natürlich J. K. Simmons, der jeden Film aufwertet, aber auch ein kleiner Gastauftritt von Rainn Wilson versüßt den Film.
Jennifer Garner habe ich irgendwie noch nie in einer anderen Rolle gesehen, aber sie spielt diese immerhin solide.
Der Soundtrack gefällt mir übrigens immer noch und ist jetzt ein Ohrwurm in Dauerschleife.
Inzwischen gefällt mir „Juno“ besser als damals. 2009 gab ich dem Film eine 5 von 10 Punkten, jetzt würde er eine 7 für Sehenswert erhalten. Es spielt dabei aber auch ein bisschen die Nostalgie mit, denn die Zeit ist genau meine Jugend und die feiere ich. Und wie cool bitte ist das Burger Telefon?
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