Film

Homeland

Veröffentlichungsjahr: 2013 | Genres: Drama, Krimi, Thriller, Psychothriller, Mystery, Psychodrama, Psychoanalyse , Serie, Crime, Spionage
Originaltitel: Homeland
Schauspieler: Claire Danes, Mandy Patinkin, Rupert Friend, Maury Sterling, F. Murray Abraham, Damian Lewis, Morena Baccarin, Jackson Pace, Morgan Saylor, Diego Klattenhoff, Elizabeth Marvel, David Harewood, Tracy Letts, Linus Roache, David Wellington, David Marciano, Sarita Choudhury, Amy Hargreaves, Navid Negahban, Nimrat Kaur, Costa Ronin, Jamey Sheridan, Nazanin Boniadi, Tim Guinee, Scott Ryan, Claire Keane, McKenna Keane, Hrach Titizian, Numan Acar, Sebastian Koch, Nina Hoss, Laila Robins, Miranda Otto, Alexander Fehling, Sarah Sokolovic, Jake Weber, Hill Harper, Rob Emmons, Andrea Deck, Jenna Bragg, Sam Trammell, Cliff Chamberlain, Mike Dunne, Shaun Toub, Morgan Spector, C.J. Wilson, Porteous Belli, Suraj Sharma, Atheer Adel, Mark Ivanir, Zuleikha Robinson, Dylan Baker, Michael O\'Keefe, Sandrine Holt, James Rebhorn, James Mount, Timothée Chalamet, Mohammad Bakri, Mark Moses, Raza Jaffrey, Catherine Curtin uvm.

"Homeland" ist eine US-amerikanische Thriller-Serie, die von Howard Gordon und Alex Gansa entwickelt wurde. Sie erzählt die Geschichte von Carrie Mathison (Claire Danes), einer intelligenten, aber psychisch belasteten CIA-Agentin, die sich in komplexen internationalen Geheimdienstoperationen bewegt. Im Zentrum stehen Ermittlungen gegen terroristische Bedrohungen, politische Verschwörungen und verdeckte Operationen, bei denen Loyalität, Vertrauen und moralische Entscheidungen immer wieder auf die Probe gestellt werden.

Carrie arbeitet eng mit Saul Berenson (Mandy Patinkin) zusammen, einem erfahrenen CIA-Berater, der sie sowohl unterstützt als auch fordert. Weitere wichtige Figuren sind Nicholas Brody (Damian Lewis), ein ehemaliger US-Marine, dessen Vergangenheit Geheimnisse birgt, Dar Adal (F. Murray Abraham), ein hochrangiger CIA-Mitarbeiter mit eigenem Machtanspruch, und Peter Quinn (Rupert Friend), ein Agent, der in riskante Operationen geschickt wird.

Die Serie zeigt die psychologischen und emotionalen Belastungen der Charaktere, die oft zwischen Pflichtbewusstsein, persönlichen Bindungen und den Gefahren internationaler Konflikte hin- und hergerissen sind. "Homeland" behandelt Themen wie Terrorismusbekämpfung, politische Machtspiele, internationale Geheimdienste und die persönlichen Kosten eines Lebens im Verborgenen.

Die israelische Fernsehserie Hatufim – In der Hand des Feindes, die von 2010 bis 2012 in zwei 12-teiligen Staffeln ausgestrahlt wurde, erzählt die Geschichte von drei israelischen Soldaten, die nach ihrer Entführung 17 Jahre lang in palästinensischer Gefangenschaft verbringen und von denen zwei mit posttraumatischer Belastungsstörung nach Hause zurückkehren. Die Serie erregte bei ihrem Erscheinen im März 2010 große Aufmerksamkeit, was dazu führte, dass Howard Gordon, Executive Producer und Showrunner der US-Serie 24, noch im selben Monat die Rechte an Hatufim für 20th Century Fox Television erwarb, um eine eigene Serie zu adaptieren. Zusammen mit Alex Gansa und dem Hatufim-Schöpfer Gideon Raff entwickelte er das Drehbuch für die Pilotfolge der psychologischen Thriller-Serie "Homeland". Fox 21, die Kabelfernsehsparte von 20th Century Fox, bewilligte 2010 die Produktion der Pilotfolge. Für die Hauptrolle Carrie Mathison standen zunächst Robin Wright, Maria Bello oder Halle Berry zur Debatte, für Nicholas Brody Ryan Phillippe oder Kyle Chandler. Nach Dreh und Entscheidung für eine 12-teilige erste Staffel wurde die Pilotfolge überarbeitet, wobei die Hauptfiguren Carrie Anderson und Scott Brody zu Carrie Mathison und Nicholas Brody wurden und die Rolle der Jessica Brody neu besetzt wurde.

Die Serie wurde erstmals im Oktober 2011 beim Kabel- und Bezahlfernsehsender Showtime ausgestrahlt. In einem Presseinterview mit Newsweek im August 2011 erklärte Alex Gansa, dass "Homeland" sich von 24 unterscheide: Während 24 ein actiongeladener Thriller über Amerikas Reaktion auf die Anschläge vom 11. September sei, solle "Homeland" eher eine psychologische Reflexion über den Zustand des Landes nach Osama bin Ladens Tod darstellen. Gansa übernahm die Funktion des Showrunners, während bei der Zusammenstellung des Drehbuchteams für die erste Staffel Wert auf erfahrene Autor:innen gelegt wurde. Henry Bromell, Chip Johannessen, Alex Cary und Meredith Stiehm brachten alle Expertise als ehemalige Showrunner mit. Johannessen hatte Erfahrung bei Dexter und 24, Bromell war Romanautor und Sohn eines ehemaligen CIA-Station-Chief, Alex Cary war ehemaliger britischer Infanterieoffizier und prüfte die Soldatenrolle Brodys auf Realitätsnähe und Stiehm entwickelte die Figur Carrie Mathison, unterstützt durch ihre Erfahrung mit einer bipolaren Schwester.

Gansa und Gordon nannten Werke wie Das Leben der Anderen, Das Fenster zum Hof, Die drei Tage des Condor, Graham Greenes Das Herz aller Dinge sowie John le Carrés Romane als Einfluss auf die Serie, ergänzt durch Sachbücher wie Tim Weiners CIA: Die ganze Geschichte und Kay Redfield Jamisons Meine ruhelose Seele. Carrie Mathison sei inspiriert von Fox Mulder aus Akte X und der Titelfigur des europäischen Volksmärchens Henny Penny, Saul Berenson als Kombination aus Figuren von Le Carré und Graham Greene. Teil des Produktionsprozesses war, dass Produzent:innen und Darstellende jährlich eine Woche in Washington, D.C. mit US-Geheimdienstvertreter:innen verbrachten, um sich über aktuelle Themen wie russische Agent:innen oder Cybersicherheit zu informieren.

Die Dreharbeiten orientierten sich an Thrillern wie Die drei Tage des Condor und Der Dialog, mit besonderem Augenmerk auf die naturalistische Fotografie von Michael Clayton. Regisseur Michael Cuesta setzte auf Handkamera, um eine realistische, dokumentarische Wirkung zu erzielen. Nelson Cragg und Clark Johnson beschrieben die Serie als stark improvisatorisch, während Lesli Linka Glatter ab der dritten Staffel das Regieteam verstärkte und bei 25 Episoden Regie führte, so oft wie niemand sonst.

Die Drehorte variierten stark: Die ersten drei Staffeln spielten in Langley, Virginia, wurden jedoch in Charlotte, North Carolina, gedreht. Staffel vier fand in Pakistan statt, gedreht wurde jedoch in Südafrika. Staffel fünf wurde in Berlin und im Studio Babelsberg gedreht, womit "Homeland" die erste US-Serie war, von der eine ganze Staffel in Deutschland produziert wurde. Staffel sechs spielte in New York, Staffel sieben in Washington, D.C., und Staffel acht in Afghanistan, gedreht in Marokko. Für die Produktion der fünften Staffel unterstützte das Medienboard Berlin-Brandenburg die Dreharbeiten finanziell, während deutsche Politiker:innen die wirtschaftliche Bedeutung hervorhoben.

Das Hauptdarstellerensemble besteht vor allem aus US-Amerikaner:innen wie Claire Danes als Carrie Mathison und Mandy Patinkin als Saul Berenson, ergänzt durch Briten wie Damian Lewis und Rupert Friend sowie in Staffel fünf deutsche Schauspielende wie Sebastian Koch, Alexander Fehling, Nina Hoss und Martin Wuttke. Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Cinephon Filmproduktions GmbH in Berlin unter Dialogbuch und -regie von Stephan Hoffmann.

In den USA startete die Serie am 2. Oktober 2011 auf Showtime mit 1,1 Millionen Zusehenden, der erfolgreichste Serienstart seit Dexter. Die ersten sieben Staffeln erreichten durchschnittlich zwischen ein und zwei Millionen Zuschauer:innen. In Deutschland begann die Erstausstrahlung am 3. Februar 2013 auf Sat.1, zunächst mit hoher Reichweite, die jedoch bei späteren Staffeln abnahm. Staffel vier wechselte zu Kabel eins, Staffel fünf zurück zu Sat.1, Staffel sechs und sieben liefen auf Sat.1 Emotions, und Staffel acht wurde auf Sat.1 Emotions sowie Puls 8 ausgestrahlt. Die Serie erschien außerdem auf DVD, Blu-ray und bei Streamingdiensten wie Amazon Prime Video, iTunes und Maxdome, wobei sie bei Maxdome 2013 auf Platz zwei der meistgesehenen Inhalte lag.

Die Kritik lobten insbesondere die ersten beiden Staffeln für die komplexe Charakterzeichnung und die Spannung, die aus Carries emotionaler Fragilität und Brodys traumatischen Erfahrungen entsteht. Auch US-Präsident Barack Obama würdigte die differenzierte Darstellung der Figuren. Späteren Staffeln wurde weniger Aufmerksamkeit geschenkt, wobei Kritik unter anderem die Beziehung zwischen Carrie und Brody oder die Besetzungslücken betraf. Die Darstellung psychisch erkrankter Menschen, insbesondere Carries bipolarer Störung, erhielt sowohl Lob als auch Kritik. Die Serie wird als psychologisch orientierter Thriller verstanden, der sich mit den Nachwirkungen der Terroranschläge vom 11. September 2001 und traumatisierten Individuen auseinandersetzt, im Gegensatz zu rein actionorientierten Serien wie 24. Die Figuren Carrie Mathison und Nicholas Brody reflektieren diese Ära: Brodys Kriegsgefangenschaft und Carries Schuldgefühle über die Anschläge symbolisieren die tiefgreifenden politischen und emotionalen Spannungen in den USA. "Homeland" verdichtet Elemente von Hatufim, fokussiert aber stärker auf die Ermittlerin Carrie und die geopolitischen Spannungen zwischen West und Ost sowie die institutionelle Fragilität der USA.

Pressematerial © Amazon Prime Video 
Trailer ©SHOWTIME
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)


Regie: Lesli Linka Glatter, Michael Cuesta, Daniel Attias, Alex Graves, Keith Gordon, Tucker Gates, Clark Johnson, Seith Mann uvm.
Drehbuch: Alex Gansa, Gideon Raff, Howard Gordon, Chip Johannessen, Patrick Harbinson, Charlotte Stoudt uvm.
Produzent: Alex Gansa, Howard Gordon, Avi Nir, Gideon Raff, Ran Tellem, Michael Klick, Katie O\'Hara, Chip Johannessen, Claire Danes, Patrick Harbinson, Lesli Linka Glatter uvm.
Musik: Sean Callery
Kamera: David Klein, Nelson Cragg, Giorgio Scali, Chris Manley, Peter Levy
Schnitt: Jordan Goldman, Philip Carr Neel, Harvey Rosenstock, Joe Hobeck, Terry Kelley uvm.

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