Frühstück bei Tiffany
Veröffentlichungsjahr: 1961 | Genres: Drama, Komödie, Literaturverfilmung, Romanze
Originaltitel: Breakfast at Tiffany\'s
Schauspieler: Audrey Hepburn, George Peppard, Patricia Neal, Buddy Ebsen, Martin Balsam, José Luis de Vilallonga, John McGiver, Dorothy Whitney, Stanley Adams, Elvia Allman, Alan Reed, Beverly Powers, Claude Stroud, Orangey, Mickey Rooney, Don Anderson, Al Avalon, Janet Banzet, Henry Barnard, Henry Beckman, Arthur Berkeley, Nicky Blair, Mel Blanc, Willie Bloom, Bill Bradley, Thayer Burton, Florine Carlan, Sue Casey, Roydon Clark, Marian Collier, Christine Corbin, Dick Crockett, Tom Curtis, Tommy Farrell, James Field, George Fields, Joseph Glick, Joe Gray, Joseph J. Greene, Sam Harris, Bobby Johnson uvm.
"Frühstück bei Tiffany" (Originaltitel: Breakfast at Tiffany’s) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1961, der von Blake Edwards inszeniert wurde und Audrey Hepburn in ihrer ikonischen Rolle als Holly Golightly zeigt. Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Roman von Truman Capote und wurde von George Axelrod für die Leinwand adaptiert. In weiteren Rollen sind unter anderem George Peppard als Paul „Fred“ Varjak, Patricia Neal als 2-E und Mickey Rooney als Mr. Yunioshi zu sehen. Die Filmmusik stammt von Henry Mancini, dessen Song „Moon River“, von Audrey Hepburn selbst gesungen, mit einem Oscar ausgezeichnet wurde und sich zu einem Klassiker entwickelte.
Der junge Schriftsteller Paul Varjak (George Peppard) zieht in ein New Yorker Apartmenthaus und begegnet dort seiner exzentrischen Nachbarin Holly Golightly (Audrey Hepburn). Holly ist eine faszinierende, lebenslustige junge Frau mit einem glamourösen, aber geheimnisvollen Lebensstil. Tagsüber besucht sie das berühmte Tiffany’s-Schmuckgeschäft, wo sie Zuflucht vor ihren Ängsten sucht und nachts bewegt sie sich in den Kreisen der Reichen und Einflussreichen der Stadt – stets mit der Hoffnung auf ein besseres Leben.
Paul wird bald in Hollys turbulente Welt hineingezogen: Zwischen Cocktailpartys, merkwürdigen Besucher:innen und einem streunenden Kater entwickelt sich eine besondere Beziehung zwischen den beiden. Doch hinter Hollys schillernder Fassade verbergen sich Unsicherheiten, Träume und eine Vergangenheit, die sie zu verdrängen versucht. Paul wiederum kämpft mit seiner eigenen Identität als Künstler und mit den Erwartungen seines Umfelds.
Der Film ist eine elegante Mischung aus romantischem Drama und Gesellschaftskomödie und zeichnet zugleich ein sensibles Porträt zweier verlorener Seelen, die in der Großstadt auf der Suche nach Nähe und Zugehörigkeit sind. "Frühstück bei Tiffany" ist nicht nur für seine bittersüße Geschichte berühmt, sondern auch für seinen Stil. Audrey Hepburns Auftritt mit der Zigarettenspitze im schwarzen Givenchy-Abendkleid wurde zu einem der bekanntesten Bilder der Filmgeschichte. Das Kleid wurde 2006 bei Christie’s für 692.000 Euro versteigert und gilt als teuerste Film-Textilie aller Zeiten. Truman Capote selbst war mit der Adaption unzufrieden, insbesondere mit dem hinzugefügten Happy End, denn in seiner literarischen Vorlage gibt es keine Liebesgeschichte zwischen Holly und dem Erzähler, der im Film zur Figur Paul Varjak ausgebaut wurde. Im Buch verlässt Holly New York allein, die Katze bleibt zurück und der Erzähler weiß nicht, was aus ihr wird.
Die Besetzung des japanischen Nachbarn Mr. Yunioshi durch den nicht-asiatischen Schauspieler Mickey Rooney wurde später vielfach kritisiert und gilt als eine der problematischsten Darstellungen von Asiat:innen in der Filmgeschichte. Rooney spielte die Rolle mit Make-up und künstlichen Zähnen, was später auch von Regisseur Edwards selbst als Fehler eingestanden wurde.
Trotz dieser Kontroversen wurde "Frühstück bei Tiffany" vielfach ausgezeichnet. 1962 erhielt der Film Oscars für den besten Song („Moon River“) und die beste Filmmusik. Audrey Hepburn war für ihre Rolle als beste Hauptdarstellerin nominiert, ebenso das Szenenbild und das adaptierte Drehbuch. Auch bei den Golden Globes und den Laurel Awards war der Film erfolgreich. Der Kater „Orangey“, der Hollys namenlose Katze spielte, erhielt seinen zweiten PATSY Award, das Tierfilm-Pendant zum Oscar. 2012 wurde der Film ins National Film Registry der USA aufgenommen und von der Deutschen Film- und Medienbewertung mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet.
"Frühstück bei Tiffany" wurde über Jahrzehnte hinweg zu einem festen Bestandteil der Popkultur. Die Band Deep Blue Something landete 1996 mit dem gleichnamigen Song einen Welthit, und seit 2017 kann man tatsächlich im Blue Box Café von Tiffany & Co. in New York frühstücken. In Kritiken wurde der Film als elegante Mischung aus Komödie und Tragödie beschrieben – melancholisch, charmant, zeitlos – und vor allem als Hommage an eine außergewöhnliche Schauspielerin und die Stadt New York.
Pressematerial © Paramount Pictures
Regie: Blake Edwards
Drehbuch: George Axelrod, Truman Capote (Romanvorlage)
Produzent: Martin Jurow, Richard Shepherd
Musik: Henry Mancini
Kamera: Franz Planer, Philip H. Lathrop
Schnitt: Howard A. Smith