Film

Fahrstuhl zum Schafott

Veröffentlichungsjahr: 1958 | Genres: Krimi, Thriller, Film Noir
Originaltitel: Ascenseur pour l'échafaud
Schauspieler: Jeanne Moreau, Maurice Ronet, Georges Poujouly, Yori Bertin, Lino Ventura, Jean Wall, Charles Denner, Félix Marten, Roger Jacquet

Der Film „Fahrstuhl zum Schafott“, ein atmosphärisch dicht inszenierter Film-Noir-Krimi, den Louis Malle mit präziser Eleganz im Jahr 1958 auf die Leinwand brachte, verbindet existenzielle Spannung mit einer modernen, fast schon improvisatorischen Bildsprache.


Im Zentrum steht Florence Carala (Jeanne Moreau), deren Geliebter Julien Tavernier (Maurice Ronet) einen Mord begeht, der wie ein perfekter Plan aussieht – bis ein banaler technischer Zwischenfall ihn in einem Fahrstuhl festhält und die Situation in unvorhersehbare Bahnen lenkt. Während Julien verzweifelt im Inneren des Fahrstuhls gefangen bleibt, gerät draußen eine Kette von Ereignissen in Gang: Ein junges Paar, Louis (Georges Poujouly) und Véronique (Yori Bertin), fährt mit seinem Wagen davon und schlittert in eine eigene Tragödie, während Florence ziellos durch das nächtliche Paris streift – voller Zweifel, Hoffnung und dunkler Vorahnungen. In einer parallel verlaufenden Ermittlung tritt Kommissar Cherrier (Lino Ventura) auf den Plan und versucht, einen immer komplexer werdenden Fall zu entwirren, der von Zufällen, Missverständnissen und fatalen Entscheidungen geprägt ist.


Gedreht wurde der Film nach dem Roman von Noël Calef, wobei Louis Malle gemeinsam mit Roger Nimier das Drehbuch entwickelte und einen neuartigen Stil zwischen dokumentarischem Realismus und klassischem Noir schuf. Die Produktion übernahm Jean Thuillier für Nouvelles Éditions de Films (NEF). Berühmt wurde der Film insbesondere durch die improvisierte Jazzmusik von Miles Davis, die über Nacht eingespielt wurde und dem Werk seine unverwechselbare, melancholische Stimmung verleiht. Die Kameraarbeit von Henri Decaë nutzt das nächtliche Paris als pulsierende Kulisse und prägt die visuelle Identität des Films entscheidend. Der Schnitt stammte von Léonide Azar, der die Erzählstränge präzise und mit ruhiger Spannung miteinander verknüpfte.


Pressematerial: ©Nouvelles Éditions de Films (NEF)
Trailer: ©MUBI


Regie: Louis Malle
Drehbuch: Roger Nimier, Louis Malle, Noël Calef
Produzent: Jean Thuillier
Musik: Miles Davis
Kamera: Henri Decaë
Schnitt: Léonide Azar

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