Ex Machina
Veröffentlichungsjahr: 2014 | Genres: Drama, Science-Fiction, Thriller, Psychothriller
Originaltitel: Ex Machina
Schauspieler: Domhnall Gleeson, Alicia Vikander, Oscar Isaac, Sonoya Mizuno, Corey Johnson, Claire Selby, Symara A. Templeman, Gana Bayarsaikhan, Tiffany Pisani, Elina Alminas, Chelsea Li, Caitlin Morton, Deborah Rosan, Evie Wray
"Ex Machina" ist ein britischer Science-Fiction-Film von Alex Garland, der 2015 erschien und zugleich dessen Regiedebüt markierte. Der Film wurde am 21. Januar 2015 in Großbritannien und am 23. April desselben Jahres in Deutschland veröffentlicht.
Die Handlung dreht sich um den jungen Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson), der bei der marktführenden Internet-Suchmaschine „Bluebook“ arbeitet. Er gewinnt ein firmeninternes Gewinnspiel und erhält die Einladung, den exzentrischen Firmengründer Nathan (Oscar Isaac) in dessen abgelegener Hightech-Villa zu besuchen. Diese liegt tief in der Natur und ist nur per Helikopter erreichbar. Dort trifft Caleb neben Nathan auch auf Kyoko (Sonoya Mizuno), Nathans stumme Assistentin. Nathan eröffnet Caleb, dass er an künstlicher Intelligenz forscht, und bittet ihn, einen einwöchigen Turing-Test an der Androidin Ava (Alicia Vikander) durchzuführen, um herauszufinden, ob sie ein echtes Bewusstsein entwickelt hat.
Thematisch greift "Ex Machina" das Motiv aus Karel Čapeks Schauspiel R.U.R. auf, in dem Roboter sich gegen ihre Schöpfer wenden. Ava wurde auf Basis von Calebs Vorlieben, ermittelt durch dessen Suchverhalten, erschaffen – ein Verweis auf Jean Baudrillards Theorie der Simulation. Der Film knüpft auch an Ideen des Transhumanismus an, wie sie etwa Hans Moravec in Mind Children beschreibt. Der Titel Ex Machina bezieht sich auf den Begriff „Deus ex machina“, lateinisch für „Gott aus der Maschine“, und verweist auf die philosophischen und ethischen Fragen, die der Film aufwirft.
Gedreht wurde der Film mit einem Budget von rund elf Millionen Euro in Norwegen, London und den Pinewood Studios. Der Turing-Test, den Caleb durchführt, ist dabei ein erweiterter, in dem nicht nur getestet wird, ob Ava als Mensch erkannt wird, sondern auch, ob sie spezifisch als Frau wahrgenommen wird – eine Idee, die der Rezensent Nick Jones in der Fachzeitschrift Science Fiction Film and Television aufgreift.
Die Rezeption des Films war überwiegend positiv. Rotten Tomatoes verzeichnet 92 % positive Kritiken mit einer Durchschnittsbewertung von 8,2/10, bei Metacritic erhielt der Film 78 von 100 Punkten. Der Filmdienst lobte die „meisterliche Inszenierung“ sowie die „elegante Kameraarbeit“. Kritischer äußerte sich epd Film, das dem Film zwar eine interessante Prämisse bescheinigte, ihm aber vorwarf, philosophische Anspielungen und feministische Fragen nur oberflächlich zu behandeln. Das BR-Magazin Kino Kino hob Garlands präzise Dramaturgie, die klaustrophobische Atmosphäre und die intellektuelle Kälte hervor, die an Stanley Kubricks Filme erinnere.
"Ex Machina" wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Silver Scream Award des Amsterdam Fantastic Film Festival, mehreren British Independent Film Awards sowie einer Auszeichnung durch die Filmbewertungsstelle Wiesbaden als „besonders wertvoll“. Bei der Oscarverleihung 2016 gewann Ex Machina den Preis für die besten visuellen Effekte und erhielt eine Nominierung für das beste Originaldrehbuch. Auch bei den Golden Globes, den BAFTAs und dem Europäischen Filmpreis wurde der Film mehrfach nominiert, insbesondere für Alicia Vikanders Darstellung der Ava und Alex Garlands Regiearbeit.
Pressematerial ©Universal Pictures Germany
Regie: Alex Garland
Drehbuch: Alex Garland
Produzent: Eli Bush, Caroline Levy, Andrew Macdonald, Allon Reich, Tessa Ross, Scott Rudin, Jason Sack, Joanne Smith, Jarle Tangen
Musik: Geoff Barrow, Ben Salisbury
Kamera: Rob Hardy
Schnitt: Mark Day