Dick und Doof erben eine Insel
Veröffentlichungsjahr: 1951 | Genres: Abenteuer, Komödie, Tragikomödie, Satire, Parodie, Screwball-Komödie, Kurzfilm, Slapstick-Comedy
Originaltitel: Atoll K
Schauspieler: Stan Laurel, Oliver Hardy, Suzy Delair, Max Elloy, Suzet Maïs, Félix Oudart, Adriano Rimoldi, Robert Murzeau, Luigi Tosi, Michael Dalmatoff, André Randall, Robert Vattier, Claude May, Roger Legris, Olivier Hussenot, Vittorio Caprioli, Charles Lemontier, Guglielmo Barnabò, Nicolas Amato, Albert Augier, Simone Bessy, Gérard Buhr, Lucien Callamand, Henri Cote, Joé Davray, Hubert Deschamps, Paul Frees, Guy Henry, Palmyre Levasseur, Julien Maffre, Franck Maurice, Jean Maxime, Gilbert Moreau, Maurice Pierrat, Philippe Richard, Titys, Hans Verner
Atoll K ist eine französisch italienische Filmkomödie aus dem Jahr 1951 und der letzte gemeinsame Spielfilm von Stan Laurel (Mr. Laurel) und Oliver Hardy (Mr. Hardy). Der Film wurde zuerst in Frankreich und Italien veröffentlicht, weshalb Atoll K offiziell als Originaltitel gilt. In den USA erschien er später unter dem Titel Utopia, während er im deutschsprachigen Raum unter mehreren Titeln lief, darunter Dick und Doof auf Atoll K, Dick und Doof erben eine Insel und Die beiden Robinsons auf Atoll K.
Unter der Regie von Léo Joannon entstand ein ungewöhnliches Spätwerk des Duos, das klassische Laurel und Hardy Komik mit Abenteuer und Gesellschaftssatire verbindet. Neben den beiden spielen Suzy Delair (Chérie Lamour), Max Elloy (Antoine), Adriano Rimoldi (Giovanni Copini), Luigi Tosi (Lt Jack Frazer), Robert Murzeau (Captain Dolan), Suzet Maïs (Mrs Dolan) und Michael Dalmatoff (Alecto).
Die Geschichte beginnt mit einer Erbschaft, die sich für Mr Laurel (Stan Laurel) und Mr Hardy (Oliver Hardy) als weniger großzügig erweist als erwartet. Nach Abzügen und Gebühren bleibt kaum Geld übrig, doch eine Yacht und eine abgelegene Südseeinsel gehören ebenfalls zum Nachlass. Gemeinsam mit dem Staatenlosen Antoine (Max Elloy) und dem italienischen Maurer Giovanni (Adriano Rimoldi) brechen sie zu einer Reise auf, die bald chaotischer verläuft als geplant. Ein Sturm, ein Motorschaden und ein gestrandetes Schiff führen die kleine Gruppe schließlich auf eine neu entstandene Insel, die sich als paradiesisch und unberührt erweist.
Während die Männer versuchen, sich dort ein neues Leben aufzubauen, stößt die Nachtclubsängerin Chérie Lamour (Suzy Delair) zu ihnen, die vor einer unglücklichen Beziehung geflohen ist. Die Insel entwickelt sich rasch zu einem Zufluchtsort für Menschen aus aller Welt, und die Gruppe gründet sogar eine eigene kleine Nation, frei von Bürokratie und Steuern. Doch mit dem wachsenden Zustrom kommen auch Konflikte und zwielichtige Gestalten wie Alecto (Michael Dalmatoff), die das fragile Gleichgewicht bedrohen. Als die Lage eskaliert, müssen Laurel und Hardy erneut beweisen, dass sie selbst im größten Chaos zusammenhalten.
Die Produktion des Films war geprägt von schwierigen Bedingungen. Die Dreharbeiten fanden im heißen Sommer 1950 in Südfrankreich statt, begleitet von gesundheitlichen Problemen der beiden Stars und erheblichen Kommunikationsschwierigkeiten am Set. Stan Laurel überarbeitete das Drehbuch umfangreich, ohne dafür genannt zu werden. Die Dreharbeiten mussten mehrfach unterbrochen werden und zogen sich bis April 1951 hin. Trotz aller Widrigkeiten besitzt Atoll K einen besonderen Charme als spätes, eigenwilliges Abenteuer zweier Filmlegenden, die hier ein letztes Mal gemeinsam vor der Kamera stehen.
Pressematerial © UCM.ONE
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)
Regie: Léo Joannon, John Berry, Alfred J Goulding, Tim Whelan
Drehbuch: Monte Collins, Léo Joannon, John D Klorer, Isabelle Kloucowski, Frederick Kohner, Piero Tellini, René Wheeler, Stan Laurel
Produzent: Raymond Eger
Musik: Paul Misraki
Kamera: Armand Thirard
Schnitt: Raymond Isnardon