Das süße Leben
Veröffentlichungsjahr: 1960 | Genres: Drama, Komödie, Satire
Originaltitel: La Dolce Vita
Schauspieler: Marcello Mastroianni, Anita Ekberg, Anouk Aimée, Yvonne Furneaux, Magali Noël, Alain Cuny, Annibale Ninchi, Walter Santesso, Valeria Ciangottini, Riccardo Garrone, Ida Galli, Audrey McDonald, Polidor, Alain Dijon, Mino Doro, Giulio Girola, Laura Betti, Nico, Carlo Musto, Enzo Cerusico, Giulio Paradisi, Enzo Doria, Enrico Glori, Adriana Moneta, Massimo Busetti, Lex Barker, Jacques Sernas, Nadia Gray, uva.
"Das süße Leben" (Originaltitel La dolce vita) ist ein 1960 erschienener Schwarzweißfilm von Federico Fellini, der sich zu einem der bedeutendsten Werke der Filmgeschichte entwickelte. In den Hauptrollen sind Marcello Mastroianni, Anouk Aimée, Yvonne Furneaux, Anita Ekberg und Alain Cuny zu sehen. Weltberühmt wurde insbesondere die Szene mit Anita Ekberg im Trevi-Brunnen, die längst zu einem ikonischen Moment der Filmgeschichte geworden ist.
Der Film zeichnet ein vielschichtiges Porträt der römischen High Society der fünfziger Jahre. Im Mittelpunkt steht Marcello Rubini (Marcello Mastroianni), ein Boulevardjournalist mit literarischen Ambitionen, der zwischen exklusiven Nachtclubs an der Via Veneto, mondänen Empfängen und flüchtigen Begegnungen rastlos durch das sommerliche Rom streift. Umgeben von Fotografen, darunter Paparazzo (Walter Santesso), bewegt er sich durch eine Welt des Glamours, in der Oberflächlichkeit und Sehnsucht dicht beieinanderliegen.
Marcello begegnet der wohlhabenden und lebensmüden Maddalena (Anouk Aimée), deren nächtliche Streifzüge durch die Stadt ihn ebenso faszinieren wie irritieren. Gleichzeitig bleibt seine Beziehung zu seiner Verlobten Emma (Yvonne Furneaux) von Spannungen geprägt, da seine Bindungsangst und seine Suche nach Bedeutung immer wieder mit Emmas Wunsch nach Stabilität kollidieren. Als der internationale Filmstar Sylvia (Anita Ekberg) in Rom eintrifft, gerät Marcello erneut in einen Strudel aus Medienrummel, Bewunderung und persönlicher Projektion.
Fellini inszeniert das Geschehen als episodischen Bilderbogen über sieben Tage und Nächte, in denen sich Faszination, Leere, Rausch und Ernüchterung überlagern. Schauplätze wie die Via Veneto, die Caracalla-Thermen oder der Strand von Fregene werden zu Bühnen einer Gesellschaft im Übergang. Der Film reflektiert dabei nicht nur das mondäne Nachtleben, sondern auch die Rolle der Medien, die Jagd nach Sensationen und die Sinnsuche in einer zunehmend orientierungslos wirkenden Welt.
Mit seiner Mischung aus satirischer Schärfe und melancholischer Beobachtung wurde "Das süße Leben" international gefeiert und gilt heute als Meisterwerk des europäischen Kinos.
Pressematerial ©Arthaus
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)
Regie: Federico Fellini
Drehbuch: Federico Fellini, Ennio Flaiano, Tullio Pinelli
Produzent: Giuseppe Amato, Franco Magli, Angelo Rizzoli, René Bezard, René Chevrier, Adrien Remaugé
Musik: Nino Rota
Kamera: Otello Martelli
Schnitt: Leo Catozzo