Film

Das Piano

Veröffentlichungsjahr: 1993 | Genres: Drama, Musikfilm, Historienfilm, Romanze
Originaltitel: The Piano
Schauspieler: Holly Hunter, Harvey Keitel, Sam Neill, Anna Paquin, Kerry Walker, Geneviève Lemon, Tungia Baker, Ian Mune, Peter Dennett, Te Whatanui Skipwith, Pete Smith, Bruce Allpress, Cliff Curtis, Carla Rupuha, Mahina Tunui, Hori Ahipene, Gordon Hatfield, Mere Boynton, Kirsten Batley, Tania Burney, Annie Edwards, Harina Haare, Christina Harimate, Steve Kanuta, P.J. Karauria, Sonny Kirikiri, Alain Makiha, Greg Mayor, Mika X., Guy Moana, Joseph Otimi, Glynis Paraha, Riki Pickering, Eru Potaka Dewes, Liane Rangi Henry, uva.









"Das Piano" (Originaltitel: The Piano) ist ein Filmdrama aus dem Jahr 1993 der neuseeländischen Regisseurin Jane Campion, die zugleich das Drehbuch verfasste. In den Hauptrollen spielen Holly Hunter, Harvey Keitel und Sam Neill. Der Film wurde international gefeiert, gewann unter anderem die Goldene Palme in Cannes sowie drei Oscars und gilt heute als eines der bedeutendsten Werke des modernen Autorenkinos.


Mitte des 19. Jahrhunderts reist die stumme Witwe Ada McGrath (Holly Hunter) mit ihrer Tochter Flora (Anna Paquin) von Schottland nach Neuseeland, um eine arrangierte Ehe mit dem Siedler Alistair Stewart (Sam Neill) einzugehen. Ada kommuniziert über Gebärden und vor allem durch ihr Klavierspiel, das für sie Ausdruck ihrer inneren Stimme ist. Als ihr geliebtes Klavier nach der Ankunft am Strand zurückgelassen wird, gerät sie in tiefe Verzweiflung. Der Nachbar George Baines (Harvey Keitel), der engeren Kontakt zu den Māori pflegt als Stewart, erkennt die Bedeutung des Instruments für Ada und bringt es schließlich in seinen Besitz. Zwischen Ada, ihrem Ehemann und Baines entwickelt sich eine spannungsgeladene Beziehung, in der Macht, Begehren und Selbstbestimmung eine zentrale Rolle spielen.


Jane Campion begann bereits 1984 mit der Arbeit am Drehbuch, noch bevor sie einen abendfüllenden Kinofilm realisiert hatte. Die koloniale Geschichte Neuseelands und die Identität der europäischen Siedler – der sogenannten Pākehā – inspirierten sie maßgeblich. Gemeinsam mit der Produzentin Jan Chapman und dem Drehbuchautor Billy MacKinnon überarbeitete sie das Skript über mehrere Jahre hinweg. Die Finanzierung erwies sich als schwierig, bis schließlich die französische Produktionsfirma CIBY 2000 das Projekt vollständig unterstützte und Campion große künstlerische Freiheit einräumte.
Die Dreharbeiten fanden von Mai bis Juli 1992 in Neuseeland statt, unter anderem am abgelegenen Strand von Karekare. Das Budget betrug rund sieben Millionen US-Dollar. Holly Hunter, selbst eine ausgebildete Pianistin, spielte die Klavierstücke im Film eigenständig und brachte Anna Paquin zudem Elemente der Gebärdensprache bei. Sam Neill war für die Rolle des Stewart bereits früh vorgesehen, während Harvey Keitel nach einem Treffen mit Campion und Chapman in Los Angeles zusagte. Anna Paquin wurde nach einer landesweiten Suche besetzt.
Die eindringliche Filmmusik komponierte Michael Nyman, der sich von schottischer Folklore inspirieren ließ. Die Musik wurde in München mit Mitgliedern der Münchner Philharmoniker eingespielt und fungiert im Film als akustischer Ausdruck von Adas Innenleben.


Bei der Oscarverleihung 1994 gewann der Film drei Academy Awards: Holly Hunter als Beste Hauptdarstellerin, Anna Paquin als Beste Nebendarstellerin sowie Jane Campion für das Beste Originaldrehbuch. Weitere Nominierungen gab es unter anderem für Beste Regie, Besten Film und Beste Kamera. Neben zahlreichen weiteren internationalen Auszeichnungen wurde Das Piano 2019 in einer BBC-Umfrage unter 368 Filmexperten aus 84 Ländern zum besten Film einer Regisseurin gewählt. Bis heute gilt das Werk als Meilenstein des feministischen Kinos und als eines der wichtigsten Filme der 1990er-Jahre.


Pressematerial: © Kinowelt Home Entertainment | Arthaus
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)






 






Regie: Jane Campion
Drehbuch: Jane Campion
Produzent: Jan Chapman, Alain Depardieu, Mark Turnbull
Musik: Michael Nyman
Kamera: Stuart Dryburgh
Schnitt: Veronika Jenet

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