Film

Blau ist eine warme Farbe

Veröffentlichungsjahr: 2013 | Genres: Drama, Erotik, Coming of Age, Literaturverfilmung, Queer Cinema, Psychodrama, Romanze
Originaltitel: Blue Is the Warmest Colour
Schauspieler: Léa Seydoux, Adèle Exarchopoulos, Salim Kechiouche, Aurélien Recoing, Catherine Salée, Benjamin Siksou, Mona Walravens, Alma Jodorowsky, Jérémie Laheurte, Anne Loiret, Benoît Pilot, Sandor Funtek, Fanny Maurin, Maelys Cabezon, Samir Bella, Tom Hurier, Manon Piette, Quentin Médrinal, Peter Assogbavi, Wisdom Ayanou, Philippe Potier, Virginie Morgny, Stéphane Mercoyrol, Lucie Bibal, Baya Rehaz, Marilyne Chanaud, Camille Rutherford, Michael Skal, Sandrine Paraire, Justine Nissart, Flavie De Murat, Vincent Gaeta, Elizabeth Craig, Karim Saidi, Aurelie Lemanceau, Audrey Deswarte, Mejdi Ben Nasr, Hichem Ben Nasr, Janine Pillot, Antoinette Sarrazin, Alain Duclos, Éric Paul, uva.









"Blau ist eine warme Farbe" (Originaltitel: La vie d’Adèle) ist ein Filmdrama von Abdellatif Kechiche aus dem Jahr 2013, basierend auf dem Comic von Jul Maroh. Der Film wurde bei den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet, die neben dem Regisseur auch den Hauptdarstellerinnen Léa Seydoux und Adèle Exarchopoulos verliehen wurde.


Im Mittelpunkt steht die Schülerin Adèle (Adèle Exarchopoulos), die sich zwischen jugendlicher Orientierungslosigkeit und wachsender Selbstfindung mit ihrer Identität und ihren Gefühlen auseinandersetzt. Erste Beziehungserfahrungen mit dem Mitschüler Thomas (Jérémie Laheurte) lassen sie erkennen, dass sie nach etwas anderem sucht. Als sie Emma (Léa Seydoux), eine selbstbewusste Kunststudentin mit blau gefärbten Haaren, kennenlernt, entwickelt sich zwischen den beiden eine intensive Liebesbeziehung.
Während Emma offen zu ihrer Sexualität steht, ringt Adèle mit Unsicherheiten und unterschiedlichen Lebensvorstellungen. Berufliche Wege, neue soziale Umfelder und persönliche Entwicklungen stellen ihre Beziehung zunehmend auf die Probe. 


Der Film erzählt diese Liebesgeschichte mit großer Nähe zu seinen Figuren und konzentriert sich auf emotionale Zwischentöne, Alltagsmomente und die Intensität erster großer Gefühle. Dabei versteht Kechiche sein Werk weniger als programmatischen Beitrag zur Darstellung von Homosexualität, sondern vielmehr als universelle Erzählung über Leidenschaft, Selbstfindung und die Höhen und Tiefen einer tief empfundenen Beziehung.


Die Dreharbeiten erstreckten sich von März bis August 2012 und führten zu umfangreichem Material, das schließlich auf eine rund dreistündige Fassung verdichtet wurde. Noch vor der Premiere in Cannes kam es zu Diskussionen über die Arbeitsbedingungen am Set sowie über Kechiches Regiemethoden, die von den Hauptdarstellerinnen später öffentlich kritisch kommentiert wurden. Trotz dieser Kontroversen entwickelte sich der Film zu einem internationalen Erfolg und wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit Preisen der New York Film Critics Circle Awards und dem Critics’ Choice Movie Award als Bester fremdsprachiger Film.


Kritiker hoben besonders die intensive, realitätsnahe Inszenierung sowie die eindringliche Kameraarbeit von Sofian El Fani hervor, die immer wieder dicht an den Gesichtern der Figuren bleibt und so deren innere Bewegungen sichtbar macht. Auch wenn die expliziten Liebesszenen kontrovers diskutiert wurden, gilt "Blau ist eine warme Farbe" heute als eines der prägenden europäischen Filmdramen des 21. Jahrhunderts und wurde 2016 in einer BBC-Umfrage zu den bedeutendsten Filmen des Jahrhunderts auf Platz 45 gewählt.


Pressematerial: © Wild Bunch Germany
Quellen: Wikipedia (CC BY‑SA)









Regie: Abdellatif Kechiche
Drehbuch: Abdellatif Kechiche, Ghalya Lacroix, Jul Maroh
Produzent: Brahim Chioua, Laurence Clerc, François Guerrar, Abdellatif Kechiche, Geneviève Lemal, Vincent Maraval, Andrés Martín, Olivier Thery Lapiney
Musik: Jean-Paul Hurier
Kamera: Sofian El Fani
Schnitt: Sophie Brunet, Ghalya Lacroix, Albertine Lastera, Jean-Marie Lengelle, Camille Toubkis

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