Der Umzug von WordPress.com zu WordPress.org: Eine Odysee des Grauens

Passion of Arts News

Ich bin umgezogen! Es war eine sehr nervenaufreibende Reise, die kein Ende zu nehmen schien. Schlussendlich habe ich mithilfe von SEO Lausitz das Ziel erreicht, wofür ich sehr dankbar bin.

Passion of Arts wird geboren

Durch einen Zufall bin ich ja damals auf die Filmplattform Moviepilot gestoßen, auf der ich anfänglich nur Filme bewertete und erst viel später Filme auch kommentierte. In meiner Jugend begann ich schon, Gedichte und Kurzgeschichten, sogar ganze Bücher zu schreiben, die höchstens für Wattpad geeignet wären und selbst nicht mal das. Meine damals beste Freundin meinte immer, das sollte man jedoch öffentlich machen und so begannen wir unsere Gedichte auf der Plattform Jimdo zu veröffentlichen. Die Seite ist mittlerweile eine bekanntere Plattform, allerdings taugte mir das damals nicht so ganz und stellte mich nur bedingt zufrieden. Später führte Moviepilot die Blog-Funktion ein, die ich gerne nutzte und bis vor kurzem auch noch regelmäßig. Aber auf Moviepilot durfte man eben nur über Filme schreiben, das heißt, man dudelte meine anderen Artikel, allerdings landeten sie niemals auf der Startseite oder wurden hervorgehoben. Auf Nachfrage, wies man mich also darauf hin, dass nur die Filmbeiträge in den Vordergrund gehoben werden. Einige meiner Beiträge schafften es wirklich auf die Facebook-Seite und Startseite. Dennoch wollte ich was eigenes und war lange auf der Suche nach der richtigen Plattform. Ich meine mich zu erinnern, dass das Jacker’s 2 Cents war, der seinen Blog wohl nicht mehr betreibt, der mir schließlich WordPress empfohlen hat. Danke dafür! Ich bin also auf WordPress.com gelandet, da man einfach in Google WordPress eingibt und dort landet. Schnell erledigt, Name gewählt, Theme ausgewählt und schon hatte ich meine Webseite. Am 14.12.2014 ging Passion of Arts Online.

Nach vielen Jahren, in denen sich mein Blog schon richtig in der Blogosphäre, sowie auf Moviepilot integriert hat, bekam ich auch mit, dass man mit so einem Blog auch Einnahmen generieren und dass man ihn auch individueller designen kann. Nur ist das auf WordPress.com bedingt möglich und ich wollte mich weiter entwickeln. Nicht wegen des Geldes wegen, wobei das auch schön wäre, einfach von dem Leben zu können, was ich am liebsten mache und wofür ich brenne, nämlich Passion of Arts. Aber ich wollte mehr aus der Seite machen und freier sein. @moviescape riet mir daher zu WordPress.org. Eigener Hoster, eigene Seite, kurz gesagt, ich bin mein eigener Boss. Das klingt verlockend, ist aber auch mit Kosten und Zeitaufwand verbunden. Da ich sowieso nie genug Zeit für irgendwas haben werde und sowieso immer am rotieren bin, hatte ich schließlich das Geld und sagte mir “Pfeif drauf, ich packe das jetzt an!” Ich hatte von Februar bis einschließlich August eine Weiterbildung zur Brand Managerin gemacht und noch viel dazu gelernt, vor allem in SEO, Marketing und auch WordPress. “So ein Umzug von WordPress.com auf WordPress.org ist ja ein Kinderspiel”, hieß es. Es gibt auch tausende Anleitungen dazu und YouTube Tutorials und in jedem wird gesagt, der Umzug sei in 4 – 8 Minuten getan. Ich brauchte dafür mehr als 4 Wochen.

Sorry but your are disconnected

2021 war zu Ende, ich hatte alle Weihnachts- und Neujahrsposts eingestellt, veröffentlich und mich noch gar nicht für das Jahr 2022 zurück gemeldet. Ich hatte ein paar Tage frei und dachte mir “jetzt ist der richtige Moment, den Umzug zu starten, denn das dauert ja nicht so lange.” Ich fragte noch einmal @moviescape, da ich dachte, er hostet seine WordPress-Seite selbst, jedoch verwies er mich auf Miss Booleanas Beitrag dazu, in dem der Umzug ganz einfach erklärt ist. Vielen Dank hierfür. Die Anleitung ist wirklich gut erklärt und gut gemacht, was jedoch niemandem von uns klar war, war die Tatsache, dass sich in den Jahren einiges geändert hat. Komplizierter wurde die Sache auch, als ich nach Hause kam und einfach kein Internet mehr hatte. Router defekt! Die Lieferung war ebenso problematisch, da ich zu Hause sein musste und das Paket persönlich entgegen nehmen sollte, was mir niemand sagte und ich eben in der Arbeit war. Also hatte ich 2 Wochen lang erst einmal kein Internet.

Als das endlich wieder ging, konnte ich auch endlich den Host einrichten und wollte mit dem Umzug beginnen. Allerdings war es problematisch, denn meine Blogdaten ließen sich nicht ordnungsgemäß von WordPress.com herunterladen. Time-Out, Verbindungsabbruch und und und. Verzweiflung machte sich breit. Ich fragte also in der WordPress Programmier Gruppe in Facebook nach einer Lösung. Die Antwort darauf war üblich: “Benutze ein Plugin”. Ich bekomme wirklich einen dicken Hals bei solchen Aussagen, vor allem, wenn man im Beitrag schreibt “ich kann KEINE Plugins installieren!” Eine Freundin von mir fragte einen Freund, der Programmierer ist und auch der sagte, benutze ein Plugin.

In der Zwischenzeit lief auf WordPress.com mein Premium-Tarif ab, was zur Folge hatte, dass meiner Seite irgendein Theme zugewiesen worden war. Warum? Weil das, das ich eingestellt hatte, nur für den Premium-Tarif verfügbar ist. Also hatte ich ein riesiges Kaffeebild (das kommt davon, wenn man im Media Monday immer Kaffee drin stehen hat und auf Ko-Fi für Kaffee ☕ bettelt) im Header und meine Seite war irgendwie blau und furchtbar hässlich. Na wer hat es gesehen? 😜

Passionofarts.com war also ein Trümmerhaufen. Nachdem weiter Zeit ins Land ging und ich vor Verzweiflung mehr als einmal geweint hatte, buchte ich den Business Tarif bei WordPress.com. Inzwischen kann man den monatlich bezahlen und auch monatlich deaktivieren. So musste ich nicht erneut eine hohe Geldsumme investieren, sondern kam mit 33 Euro davon. Ich suchte mein Theme, aber das war tatsächlich nur für den Premium-Tarif. Für Business kann man es jedoch herunterladen und auf der Seite installieren. Gesagt, getan, denn ich wollte die Seite wieder genau so haben, wie sie war. Sie war doch schön oder nicht?

Ich installierte dann das empfohlene Plugin und siehe da, ich konnte die Daten endlich exportieren. Aber keine Zeit zu feiern, denn mit dem gleichen Plugin konnte man auf WordPress.org die Daten wieder hochladen, was ich sofort getan hatte. Da kam auch schon die nächste Hürde. Meine Mediathek war zu groß, ich muss das Plugin upgraden um eine höhere Datenmenge zu importieren. Also investierte ich ca. 70 Euro, damit das auch sicher klappt. Der Programmierer war davon ja überzeugt. In der Zwischenzeit schrieben mich auf Facebook auch mehrere Fachmänner an, als erstes @musti, dem ich viel zu verdanken habe, aber dazu später. Ich sagte jedoch, ich komme im Moment klar, würde mich aber melden, wenn ich nochmal Hilfe brauche. Die Daten brauchten einige Stunden, um hochzuladen, also ging ich in der Zwischenzeit zum Sport und etwas essen, mit der großen Erwartung, dass, wenn ich wieder komme, die Daten auf dem Server sind und ich los legen kann. Inzwischen haben schon einige gefragt, ob es den Blog noch gibt. Natürlich! Passion of Arts endet erst, wenn ich unter der Erde liege oder mir die Hände abfallen. Wobei auch da gibt es noch Möglichkeiten.

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7 comments

  1. Eine wirkliche Odysee, die beschwerlich und vorallem Nervenzehrend war. Aber “Chappeu!” das du das durchgehalten hast, auch wenn sicher mehr als einmal der Gedanke da war “Game Over”.

    Das muss man dir, deinen fleißigen Helfern und deinem Enthusiasmus sehr hoch anrechnen und davor haben sicherlich alle eine Menge respekt übrig.
    Da bleibt nur zu hoffen, das diese Odysee einmalig war und nun alles in den Bahnen läuft, in denen du sie lenkst und steuerst. Dafür natürlich nach wie vor das allerbeste meinerseits (und sicherlich auch, wenn ich mich jetzt aus dem Fenster lehne): Von uns allen!

    1. @static Es heißt ja, was lange währt wird schließlich gut oder so. Ich hatte echt oft Gedanken, dass es jetzt zu Ende ist, das war es. Aber ich musste mich auch durchbeißen, da lässt mir mein Ehrgeiz keine Ruhe.
      Meinen fleißigen Helfer:innen habe ich viel zu verdanken, besonders @musti.

      Im Moment sieht es gut aus, zumindest, dass die Segel richtig gesetzt sind. Ich bin gespannt, wo die Reise noch hingeht.

      Danke für euch!

    1. @moviescape Gern. Ich bin auch froh, dass es geklappt hat. Ich war zwischendrin wirklich am Verzweifeln. Gelernt habe ich vor allem, dass es überall Menschen gibt, die einem gerne helfen und dass ich ganz viele, treue Leser:innen habe. Danke für diese Erfahrung 🙏🏽

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